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Das Schicksal

..Doch ich sollte sie nie finden…
Alfiriel hatte mir einen Ort genannt an dem ich St. finden konnte und in Hoffnung meine Seelenfeya endlich wieder zusehen machte ich mich auf den Weg in den Turm der Zeit. Die Gedanken an Kanô und seinen Brief waren weit zurückgedrängt und ich wollte nur noch in die Arme meiner Feya fliehen…Nach so langer Zeit in der ich mich nicht mehr an meinen eigenen Namen erinnert hatte spürte ich das Verlangen immer stärker in meinem Körper pochen. Das Verlangen endlich wieder meine Freunde bei mir zu spüren…denjenigen denen ich vertraute… Noch war nicht alles von meinem Gedächtnis völlig klar, es gab noch Lücken und Bruchstücke die sich vielleicht nie wieder füllen würden. Aber die Erinnerung an St. war klarer denn je, fast konnte ich ihr Haar riechen und ihre weiche Stimme im Wind hören. Ich betrat nervös und ungeduldig die überfüllten Stufen die zum Turm der Zeit hinaufführten. Stoßend und drängelnd Standen viele Magier in den Reihen vor dem Turm. Es war ein beliebtes Ziel für das Training der älteren Magier, die höhere Ränge aufstrebten. Der Turm der Zeit war vor langer Zeit mit einem Fluch belegt worden und nun hausten dort grausame Monster, so genannte Clocks, die den Turm bewachten und die Lebenden nicht eindringen lassen wollten. Außerdem gab es dort andere grausame Geschöpfe wie Mimics und verfluchte Bücher, die alles Angriffen was sie witterten. Seit jeher waren die Magier auf der Suche nach Macht, Wissen und Weisheit in den Turm der Zeit gekommen und sie würden es noch viele weitere Lebensspannen tun. Ich machte mir nichts aus diesen billigen Zauberern. Mein Interesse galt den großen Flügeltoren und dem weiß glitzerndem Portal dahinter, das mich in den begehrten Turm und zu meiner Seelenfeya bringen würde. Ich schubste die niedrigen Magier beiseite und steuerte zielstrebig auf die Wächter der Tore zu, die die Magier aussortierten und nur die starken und fähigen einließen. Murrend und stöhnend teilte sich die Menge langsam und nur das böse Funkeln in meinen Augen und mein wehender Umhang mit dem Abzeichen eines Erzmagiers hielten sie davon ab sich mir in den Weg zu stellen. Ich gelangte zügig an mein Ziel und betrat den Turm, ohne den Wächtern einen Blick zu schenken. Die Übelkeit erfasste mich kurz als ich in den weißen Wirbel stieg und spürte wie ich der Fluch des Turmes mich erdrückte. Ich war es jedoch gewohnt diese Last zu spüren und schenkte ihr keine weitere Aufmerksamkeit. Die vordersten Hallen waren noch erfüllt von ein paar Magiern und Priestern die gemeinsam Absprachen hielten. Ich beachtete auch sie nicht und wandte mich gleich nach rechts, den unteren Stockwerken zu. Ein langer enger Gang, voll von Spinnweben und Staub führte mich in einen großen Raum. Ich bemerkte Fußstapfen auf dem staubigen Boden und folgte ihnen. Aufgeregt wurden meine Schritte schneller und eine Staubwolke wirbelte hinter mir auf. Der Raum den ich schließlich betrat schien noch verlassener zu sein als der Gang zuvor. Der Staub war unberührt und es schien als ob ich die erste seid Jahrhunderten war, die ihn betreten würde. Hatte Alfiriel mir nicht genau gesagt wohin ich meine Schritte wenden musste? Oder hatte ich mich etwa verirrt – war den falschen Weg gelaufen? Aber was hatten dann diese Fußspuren im Gang zu bedeuten…? St. musste hier sein! Ich wandte mich um und suchte mit meinen Augen das schwache Grau des Raumes ab. Und tatsächlich, dort bewegte sich etwas! „…St…?“, hauchte ich kaum hörbar und wartete erregt auf eine Antwort meiner Freundin.
„Nein.“, drang stattdessen eine kalte Männerstimme an mein Ohr. „Du weißt es besser.“ Ein grausames Lachen erschal und wurde von den Wänden zurückgeworfen. „Wie sehr du dich verändert hast Yaiiri…“
Meine Augen glühten, sie sprühten förmlich Funken, denn eine Wut flammte in meinem Körper auf als ich den Mann vor mir erblickte. „Kanô…“, zischte ich und meine Stimme zitterte. „Du Unwürdiger traust dich meinen Namen auszusprechen?“ „Oh, natürliche, Teuerste…Natürlich. Ich denke also…du hast meinen Brief erhalten? Und…man hat dich hierher geschickt…Aber Natürlich…sonst wärest du nicht hier.“
Wie mit sich selbst, höflich und lächelnd sprach der weiß gekleidete Hohe Erzmagier in eine ruhigen Ton zu mir – was meine Wut und Verachtung für ihn noch steigerte. „Hast du dir deinen Weg überlegt Magierin?“ „Magierin? Wie sprichst du mit mir? Ich bin Erzmagierin also sprich nicht in einem solchen Ton mit mir!“ Meine Stimme bebte vor Empörung. Kanô’s kaltes Lächeln verschwand. „Ich sehe, Yaiiri, dunkle Erzmagierin, du hast deinen Weg gewählt…“ Ich schaute ihn verstört an. Dunkle Erzmagierin? Und als ich seinem Blick an meinen Gewändern haften spürte, folgte ich ihm und der Atem stockte mir. Meine Robe und mein Umhang waren tiefschwarz, doch sie fühlten sich nicht fremd an...Warmer, sanfter Stoff umhüllte meinen Körper. "Ich wusste das es so kommen würde...Und das ist der Grund warum ich dich verschmäht habe." Sein Blick glitt abfällig über mich, und mir war als ob ich immer kleiner wurde während die weiße Robe vor mir wuchs. "Deshalb - habe ich dich niemals genommen! Eine schwarze Robe ist nichts wert!Du bist schwach Yaiiri!So schwach...Es tut mir fast Leid dich so am Boden zu sehen...Du hättest mächtig werden können und nun? Schau du kniest schon!" Und tatsächlich...Mein Gesicht hatte ich in meinen Händen verborgen, wie ein verängstigtes Kind hatte ich die Rede des Hohen Ratsmitglieds ertragen. All mein Mut, mein Hass und meine Verachtung waren unter der Demütigung Kanô's verschwunden. Nun kniete ich auf dem Boden, verzweifelt, geschockt und hilflos. "Ja Hilflos Yaiiri. Du bist allein merkst du es?" Er lachte. Diese Frau die vor ihm auf den Knien lag, diese mächtige Frau hätte seine größte Feindin werden können. 'Aber die Vergangenheit ruht nicht...',dachte Kanô und er triumphierte innerlich. "Du bist Geschichte Yaiiri...Steh auf und tritt deinem Ende gegenüber. Stirb in diesen vergessenen Hallen und niemand wird sich je an dich erinnern!" Er lachte...Kanô lachte schallend und begann seine Zauber zu murmeln. Seine Stimme drang nur gedämpft an mein Ohr, denn plötzlich erfüllte eine heiße Wut und ein brennender Hass meinen Körper, meine Gedanken, meine Sinne... Und ein Bild trat in mein Gedächtnis als ich aufstand um Kanô entgegenzutreten. Doch der Erfahrene Magier hatte seinen Zauber fast beendet und es war zu spät, ein blendendes Licht explodierte und ewiges Feuer versengte den Raum und alles darin. Ich sah die weißen Roben in Flammen aufgehen und Kanô's verzerrtes Lächeln als er unterging. "Ich habe dich trotzdem unterschätzt...", hauchte er in den letzten Sekunden, bevor die Flammen seinen Körper verzehrten.
Meine Gedanken waren wirr und der Rauch drückte meinen Körper zu Boden. Ein Bild kam in meinem Sinn...klarer und deutlicher als je zuvor. Und leise flüsternd schloß ich die Augen um dieses letzte Bild zu genießen...

"Remy..."
21.5.06 00:14


Wilder Stolz

Ihre Gedanken wanderten weit fort. Sie musste unweigerlich an ihren Halbbruder und ihre Schwester denken. Ob er noch lebt? Wo er wohl steckt? Und was wohl mit Raven geschah? Wo befand sich die Elfe? Sie wischte ein paar Tr?nen fort und ihre Gedanken huschten zum gestrigen Tag. Wie viel war seitdem passiert?Wo war Dalanor jetzt nur? Was tat er gerade? Was dachte er? Was f?hlte er? Sie ber?hrte ihre Finger dort, wo sie wusste das Dalanor normalerweise ihren Ring trug. Den Ring dem sie ihm einst schenkte um ihm ihre Liebe zu gestehen. Ob er ihn noch tr?gt?, fragte sie sich. Habe ich mich so sehr ver?ndert? So sehr das er mir nicht mehr in die Augen sehen kann? Ich kann es nicht glauben? Die Elfe starrte auf ihre H?nde. Die Worte hallten in ihrem Kopf wieder. ??Entscheide dich was dir wichtig ist?!? Was mir wichtig ist? ER war ihr wichtig! Wie kann ich ohne ihn hier sitzen? Wenn mein Herz meine Seele und mein K?rper sich so nach ihm sehnen?Das Gef?hl der leere ist kaum auszuhalten?Und ich sitze hier und betrinke mich! Ihr Blick glitt zu den leeren Schnapsschl?uchen und sie stie? sie angewidert weg. Was w?rde er nur sagen wenn er mich so sehen k?nnte? Der wilde Stolz einer Elfe im Dreck der Gassen! Sie lachte leise und dunkel und es hallte in der engen Gasse von den W?nden wieder. Hierhin hat er mich gef?hrt?der wilde Stolz?und nun? Bin ich allein ? und alles ist verloren woran ich glaubte. Oder scheint es nur so? Ist vielleicht noch etwas zu retten?...
8.1.06 10:26


Alles kommt wieder...

Fay ?ffnete langsam die Augen. Immer noch drehte sich alles um sie herum und sie fasste sich st?hnend mit der Hand an den Kopf. ?mhhhm.? Sie st?tzte sich mit der einen Hand an der kalten, feuchten Tunnelwand ab und versuchte auf die Beine zu kommen, doch nachdem sie ein heftiger Schwindel packte lie? sie sich wieder auf den Boden sinken. Neben ihr konnte man zwei leere Schl?uche erkennen, anhand ihrer Beschriftung waren sie mit Zwergenschnaps gef?llt gewesen. Das dunkle, sonst seidig schimmernde Haar der Elfe war unordentlich und zerzaust. Fay fuhr sich mit der Hand ?ber das Gesicht und durch die Haare, dann stand sie mit einem Ruck auf. Den ersten Schwindel ignorierend wankte sie den dunklen Tunnel entlang und trat in die Morgensonne hinaus. Die wei?en Stra?en von Stormwind waren in diesem Viertel wie ausgestorben...lediglich ein Soldat kam ihr entgegen, der der Elfe jedoch nur einen angewiderten Blick schenkte und sie dann ?bersah. Fay kletterte auf einen kleinen Bootssteg und kniete sich an den Rand, ihr Blick betrachtete das Spiegelbild im Wasser. Doch schon tauchte sie die H?nde in das k?hle, klare Nass und wischte sich hastig durch das Gesicht und die Haare.
Wie laufe ich denn nur rum?? , dachte Fay und betrachtete wieder die Wasseroberfl?che. Doch im Grunde war es ihr egal?eigentlich war ihr gerade alles egal. Mit ihrer Hand zerst?rte sie das Spiegelbild und wandte sich ab, in ihrer Tasche fand sie etwas altes Brot. Sie riss etwas davon ab und kaute lange auf dem z?hen St?ck. Wo gehe ich jetzt hin? Vielleicht sollte ich jemanden um Hilfe bitten?Ma?oder D?ja? Die Elfe sch?ttelte energisch den Kopf sodass sie wider heftig schwankte. Aber es hat ja alles keinen Sinn? Sie zog einen halbleeren Schnapsschlauch hervor und trank etwas davon. Sie verzog das Gesicht bei dem herben Geschmack, doch sie nahm einen weiteren Schluck.
?Eine Elfe sollte nicht hier sitzen und sich am Morgen betrinken!?, drang eine leise, zischende Stimme an in Fay?s Gedanken.
Fay erschrak und bekam einen Schluckauf Sie hickste und sah sich um. ?Eine Elfe sollte auch nicht in dieser dreckigen Menschenstadt Zuflucht suchen!?, fauchte sie zur?ck.
Neben ihr stand eine alte Frau. Ihr Gesicht war runzlig und ihr Haar schlohwei?. Sie st?tzte sich auf einen knorrigen Stock und ihre langen Roben raschelten im Wind. Sie wirkte seltsam auf Fay und als die Elfe den kleinen D?mon zu F??en der Alten erblickte, wusste sie dass es sich hier um eine Hexe handeln musste.
?Du verschlie?t deine Gedanken nicht gut genug, Elfe! Sieh wie leicht es mir ergangen ist in sie einzudringen??, das zischend verebbte langsam aus Fay?s Gedanken. Die Frau bewegte die Lippen nicht, doch ihre Augen ruhten auf Fay.
?Was geht es Euch an? Verschwindet oder ich t?te Euch hier ? mitten auf der Stra?e am hellen Tage!!?
Ein verzerrtes Grinsen machte sich auf dem runzligen Gesicht breit.
?Du brauchst Hilfe??
?Ich brauche keine Hilfe!!! Von niemandem!? Fay sprang auf, das kleine Messer lag in ihrer Hand und ihr Blick funkelte vor Zorn und aufgewirbelten Gef?hlen. Die Hexe trat zur?ck, murmelte etwas und pl?tzlich ?berfiel Fay eine unb?ndige Furcht?der Drang davonzulaufen war unheimlich stark und Fay lie? das Messer aus ihrer Hand gleiten ? sie stand da wie erstarrt, dann begann sie zu laufen. Sie wusste nicht wohin, oder warum sie lief, sie wusste nur das sie fort wollte?So schnell ihre langen Beine und die Schnelligkeit ihres Volkes sie tragen konnten rannte Fay die Stra?en Stormwinds entlang. Als sie anhielt war sie wieder in einem dunklen, feuchten Tunnel. Sie rutschte an einer der W?nde hinab und sank ich sich zusammen. Schluchzend und das von Tr?nen ?berzogene Gesicht in ihren H?nden vergraben wollte sie einfach nichts mehr sp?ren? Und endlich erl?ste sie der Schlaf von ihren Gedanken und sie glitt in einen leichten Schlaf ?ber?
Als sie erwachte war es fr?her Abend. Sie blinzelte und griff sich an den Kopf. F?rchterliche Kopfschmerzen plagten die Elfe. Zwergenschnaps?Sie spuckte auf den Boden der schmutzigen Gasse.
Was wollte die Alte Hexe nur von mir...? Warum kann man mich nicht in Ruhe lassen? Wieder begannen Tr?nen in ihren Augen aufzusteigen, doch Fay schluckte sie angestrengt hinunter. Ich bin nicht schwach! H?r auf zu heulen Fay, das rettet auch nichts mehr! Ich sollte aufstehen?Ich sollte nachdenken? Sie sch?ttelte verzweifelt den Kopf und presste ihre H?nde an die Ohren. Aber wozu?wozu! Ich bin wieder allein?so allein?wie fr?her? Der K?rper der Elfe wiegte sich sacht vor und zur?ck, ihr Kopf war auf die Knie gesunken, die sie fest umschlungen an sich presste.
7.1.06 23:52


Die Vergangenheit beginnnt

Die Dunkelheit legte sich ?ber die dunklen W?lder Ashenvales, als die zierliche Elfe endlich die Schatten der B?ume erreichte. Der silberne Nachts?bler auf dem sie ritt sch?ttelte unwillig den Kopf und knurrte leise. Sachte glitt die Elfenhand ?ber das weiche Fell und beruhigte die Katze, damit diese weiterging. ?Al filas Syenna! ?Komm Silberfell!? fl?sterte die zarte Elfenstimme eindringlich in das nach hinten gerichtete Katzenohr. Eine kleinere Katze, genauso silbern mit schwarzen Punkten versehen wie die gro?e Nachts?blerin, schlich aus dem Schatten hervor. ?Nenya?? , die vorher noch so dringliche Stimme wurde pl?tzlich weich und die leuchtenden Augen der Elfe glitten liebevoll ?ber die Katze, die diesen Blick mit einem z?rtlichen Schnurren beantwortete. ?Jir ?n h?aberas nenya?Ser al filas!? Das knurrende Kommando war kaum h?rbar in der Stillen Nacht, aber anscheinend wusste die Schneeleopardin was zutun war, den zwei Sekunden sp?ter verschwand sie wieder in den Schatten.
Die blauhaarige Elfe zog den gr?nen Elfenmantel fester um ihren zitternden K?rper. Die Nacht ist nicht kalt?und trotzdem zittere ich wie die Bl?tter der B?ume? dachte sie. Wie lange hatte ich dieses Gef?hl nicht mehr?Es ist schon so lange her? Ihr Blick ver?nderte sich f?r einige Sekunden. Ein roter Schimmer erf?llte die Augen, der aber genauso schnell wieder verschwand wie er gekommen war. Ob sie mir immer noch folgen? Ich werde wachsam sein m?ssen, aber ich m?chte so fr?h wie m?glich nach Hause zur?ckkehren. Silberfell setzte sich leichtf??ig in Bewegung. Schnell trug sie die Elfe auf ihrem R?cken ?ber den weichen Waldboden. Endlich?Das m?sste er sein! Ich bin endlich da. In einiger Entfernung, die nur die scharfen Augen der Nachtelfen ?berbr?cken konnten, schimmerte der bl?uliche Dunst eines Mondbrunnens auf einer kahlen Lichtung. Die Nachtelfe lie? sich aus dem Sattelgleiten und schickte die Nachts?blerin mit einem Kopfnicken in die Schatten der B?ume. Ein leiser Pfiff ? schon stand Nenya an ihrer Seite. Nun wurde unter ihrem Mantel die feine Klinge ihres Schwertes sichtbar und eine kleine handliche Axt. Den Mantel legte sie eilig ab und griff mit einer ge?bten Bewegung nachdem K?cher, der sich auf ihrem R?cken befand. Ich hoffe es sind genug Pfeile?aber was rede ich da ? ich werde nur einen einzigen brauchen! Sie lachte. Ein l?cheln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, das ihre innere Aufregung deutlich zeigte. Aber schon rannte die Elfe los. Geschickt und schnell bewegte sie sich zwischen den B?umen hin und her, nutze die Schatten als Deckung und aufkommende Ger?usche f?r waghalsige Spr?nge ins Dunkel. Die Katze an ihrer Seite war nicht weniger geschickt und schnell. Beide n?herten sich im Zickzack-Kurs ihrem Ziel, dem Mondbrunnen. Ein Kopfnicken der Elfe, schon stoben die beiden auseinander und n?herten sich von zwei Seiten ihrem Ziel. Die Katze verschwand wieder in die Schatten und pirschte sich leise an. Die Elfe hingegen, schmiegte sich eng an die Baumst?mme und gelangte so immer n?her an den Brunnen, bis sie bald schemenhafte Gestalten erkennen konnte, die schlie?lich immer deutlicher wurden. Da sind sie! Da sind sie! Rief sie in Gedanken und ihre Stimme verriet die brennende Aufregung die aber ?u?erlich nur durch das funkeln und rote schimmern der Elfenaugen zu erkennen war. Die Finger glitten sanft ? fast z?rtlich ?ber den Bogen, den sie nun in ihrer Hand liegen hatte. Es war ein alter Bogen, aus Knochen gefertigt, mit spitzen Enden und einer glatten, d?nnen Sehne bespannt. Eine ge?bte Bewegung zog den Pfeil aus dem K?cher und legte sie mit einer Geste auf die Sehne ? die unter anderen Umst?nden fast liebevoll gewesen w?re. Die Elfe schlich sich weiter an den blauen Mondbrunnen, bis sie leise die Stimmen an ihre sensiblen Ohren dringen h?rte. Ihre Augen verengten sich als sie den Bogen spannte und zu Zielen begann. Das ist er?ein Schuss?er muss genau passen! Keinen Fehler darf ich mir leisten ? nicht das kleinste Z?gern?Warte Fay?warte?noch nicht?gleich?Er wei? nicht einmal das ich hier bin ? er h?tte mich erwarten sollen?das wird sein Ende sein ? dieser letzte Dumme Fehler! Sie lachte stumm auf und der rote Schimmer ihrer Augen wurde pl?tzlich f?r einige Sekunden so deutlich, dass es jeder ohne Anstrengung h?tte wahrnehmen k?nnen. Es ist fast wie fr?her? Sie sog die Luft leise ein, dann spannte sie den Bogen um wenige Millimeter weiter, zum Schuss bereit, ihre zitternde hand zur Ruhe zwingend. In v?lliger Konzentration visierte sie die gro?e, schlanke Gestalt an. Lange Gew?nder umh?llten die Person in Fay?s Visier. Ihre zitternde Hand wurde ruhig, ihr Atem gleichm??ig, ihr K?rper strahlte eine Ruhe aus, die jeden anderen ?berrascht h?tte. Ein kurzer Gedanke glitt zu dem hin?ber, der auf sie wartete ? der nichts von dem wusste was sie hier tat. Doch die Elfe schob diesen Gedanken energisch beiseite. Kein Z?gern? hallte es in ihrem Kopf wieder.
Und dann bemerkten ihre Sinne die Bewegung ihres Gegen?bers. Eine kleine falsche Bewegung. Ein minimales Wenden des K?rpers. Und schon schnellte der Pfeil von der Sehne und surrte durch die Nachtluft. Er traf sein Ziel sicher und mit einem stummen Schrei auf den Lippen kippte die Gestalt vorne ?ber in das seichte Gras. Ein Fauchen und jaulen erf?llte dir Lichtung. Nenya war aus dem Schatten der B?ume gesprungen und hatte sich mit einem m?chtigen Satz auf die zweite Gestalt gest?rzt. Die Elfe reagierte ? blitzschnell schnellte sie auf die Lichtung, das schimmernde Schwert gez?ckt ? bereit sich dem Feind zu stellen. Doch ihre Klinge traf nur noch die zusammensackende Leiche des Trollmagiers. ?Geh zu Silberfell zur?ck Nenya. Ich ? r?ume hier schnell auf.? Die Stimme der Elfin klang etwas abgehackt, ihre Augen leuchteten blutrot, doch sie fing sich schnell wieder. Nenya, deren Maul und Tatzen etwas r?tlich verf?rbt waren, rannte bereits den Weg zur?ck, wo Silberfell wartete. Die Elfe schleifte derweil die zwei Trollleichen in ein Geb?sch und legte sorgsam etwas Gestr?pp ?ber sie, damit sie wenigstens nicht sofort ins Auge sprangen. Vorher l?ste sie jedoch beiden die gr?n schimmernden Anh?nger von den H?lsen und verstaute sie in einem Beutel, den sie an einer Kette um den Hals trug. Sie triumphierte innerlich. Meine erste Mission...und Sie verlief so erfolgreich ? Ich habe nichts verlernt! Ich bin immer noch die Alte! Doch pl?tzlich erschrak sie. Ein Ast knackte auf dem Waldboden, und schon schob sich eine Hand ?ber ihren Mund und eine andere um ihre Taille. Es war zu sp?t um zu reagieren, Fay wartete ab, schwer atmend und zitternd.
?Unbedacht von einer kleinen J?gerin sich ohne Deckung auf einer Lichtung aufzuhalten, oder??
?Syrion! Lass mich los verdammt?!? Sie strampelte wild mit den Beinen, doch der Elf hinter ihr hielt sie fest. Er dreht sie zu sich um und dr?ckte sie schmerzlich gegen einen Baumstamm, w?hrend er ihre H?nde zusammen nach oben hielt, sodass sie sich kaum bewegen konnte.
?Nimm deine schmierigen H?nde von mir du dreckiger Halunke!?
?Oh aber - aber?solche Worte aus einem so h?bschen Mund?? Er n?herte sich den Lippen der Elfin, die verzweifelt strampelte. Als seine Lippen die ihren ber?hrten sackte der Elf pl?tzlich zusammen. Ein schmerzhafter Tritt hatte ihn getroffen. Fay grinste und sah auf ihn hinab.
?Da geh?rst du hin, auf den Boden zu dem anderen Gew?rm!? Sie lachte auf.
?Wag es nicht mich noch einmal anzufassen! Hast du geh?rt??
Der Elf richtete sich mit einem sp?ttischen Blick auf und wischte sich etwas Dreck von den Lippen.
?Wild und unbez?hmbar wie eh und je, Fay. Was treibt dich in diese Gegend??
?Das geht dich einen feuchten Dreck an!?
?Wo hast du nur wieder deine Manieren gelassen Feya??
?Nenn mich nicht so! Du hast kein recht mich so zu nennen!? Der Blick der Elfe wurde traurig, doch schnell setzte sie wieder eine Harte Miene auf.
?Oh so empfindlich auf diesen Namen?.FEYA??
Fay erhob die Hand um ihn zum schweigen zu bringen, doch der Schurke griff nach ihrer Hand und hielt sie fest.
?Ich mochte deine Wildheit schon immer??
?Was tust du hier Syrion??
?Einen Auftrag erf?llen.?
?Oh einen Auftrag? Von wem? ? H?chstens von dem dreckigen Wirt der Gaststube in der du st?ndig zu finden bist?!?
?Ein Auftrag den du mir wohl gerade geklaut hast.? Zischte der Elf und nickte zu den versteckten Leichen.
?Dein Kampfstil ist beeindruckend. Sauber ? und so still wie der eines Schurken. Deine Schwester hat dir fiel beigebracht.?
?Sie waren mir nur im Weg!?
?Du t?test nicht einfach so, Fay. Du wei?t genau was du tust, nichts ist umsonst nicht wahr? Aus allem ziehst du deinen nutzen. Der Krieger an deiner Seite Fay, wof?r ist er? Leibwache? Bettgenosse? Spielgef?hrte? Welchen Zweck erf?llt er dir? Na??
?Halt deinen Mund!? Fay hatte ihr Schwert so blitzschnell gezogen das der Elf kaum reagieren konnte, als auch schon eine weiche Klinge leicht in seine Wange schnitt und etwas Blut die Klinge benetzte.
?Zwing mich nicht dich zu ihnen zu legen. Und lass deine dreckigen H?nde von Dalanor und mir! Hast du verstanden?? Sie Pfiff und steckte die Klinge zur?ck in die verzierte Scheide an ihrem G?rtel.
Kurz darauf standen Silberfell und Nenya an ihrer Seite und Fay schwang sich in den Sattel.
?Komm mir nicht in die quere Syrion. Und lass deine Finger von mir und meiner Familie!?
Damit ritt sie eilig davon, den stechenden, zornerf?llten Blick des Nachtelf in ihrem R?cken sp?rend.
Irgendwann wird er bezahlen?Elune wird ihm seine gerechte Strafe zukommen lassen, ob durch mich, oder einen der dreckigen Orcs und Trolle die er bespitzelt. Er ist nicht mehr Wert als sie! ? Aber wem dient er? Wessen Auftrag habe ich vereitelt? Ich habe nur das getan was man mir Auftrug, es wurde Zeit das die Machenschaften dieser beiden Magier beendet wurde. Zuviel Leid gab es schon in diesem Wald als sie die Kreaturen verzauberten und mit ihren F?higkeiten viele Reisende t?teten. Nun habe ich ihnen Gerechtigkeit gebracht. Fays Hand glitt zu ihrer Wange, an der etwas Blut klebte. Ich werde mich gr?ndlich waschen m?ssen bevor ich nach Hause zur?ckkehren kann?dachte sie und lenkte Silberfell in Richtung Auberdine, wovon sie nach Darnassus fliegen und an das Lager Dalanors zur?ckkehren wollte.

In Auberdine angekommen ritt Fay eine Weile am Strand entlang, bis sie einen ruhigen Platz fand. Die Elfe lie? sich vorsichtig aus dem Sattel gleiten und pr?fte kurz die Umgebung, dann rief sie Nenya, die ihr freudig entgegen Sprang. Ihre Hand fuhr z?rtlich ?ber ihren Kopf. ?Komm, ich werde wohl auch dich waschen m?ssen ? keine Widerrede.?
Nenya knurrte, doch sie folgte ihrer Herrin. Fay schnallte Silberfell den Sattel ab und legte ihn auf den weichen Sand, dann begann sie ihre eigenen Kleider abzulegen. Nur widerwillig legte sie ihre Waffen ab, denn immer noch traute sie ihrer Umgebung nicht. ?Du wirst mich warnen Silberfell, nicht wahr? Gib sch?n Acht?? Damit schl?pfte sie aus ihrer Hose, zog sich das Hemd ?ber den Kopf und legte den Waffeng?rtel neben ihre Kleider. ?Na los ? rein mit dir Nenya!? Langsam betrat Fay das eiskalte Wasser ? sie zitterte leicht ? doch schon sprang sie mit einem Satz ins Wasser und tauchte bis auf den Grund hinab. Es war befreiend und das k?hle Nass bet?ube ihre Sinne. Sie schwamm eine ausgiebige Runde, wusch ihr Haar und ihren K?rper und schlie?lich auch Nenyas blutige Tatzen und ihr Maul. ?Besser ? nicht wahr??, lachte Fay und l?chelte ihre Katze liebevoll an, als diese ihr z?rtlich durch das Gesicht leckte. ?Lass das kleines, komm, sonst erk?lten wir uns noch.?
Nenya und Fay schwammen zum Ufer zur?ck und stiegen langsam aus dem Wasser. Mit einigen Wollstoffen rieb sie sich trocken und zog ihre R?stung wieder an. ?Und nun schnell nach Hause?Ich bin wirklich m?de.? Sie seufzte und schwang sich in den Sattel der gro?en Frosts?blerin. ?Ich denke wir nehmen das Schiff?? Ein Knurren verriet ihr das Silberfell verstanden hatte und Fay entspannte sich auf ihrem R?cken. In Darnasus war sie sicher ? dort konnte sie endlich etwas Ruhe finden ? in seinen Armen?
23.12.05 08:39


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