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Verloren...

Ein stechender Schmerz weckte die junge, blauhaarige Elfe aus ihrem Schlaf. Ihre Hand bohrte sich in ihren Bauch, sie kr?mmte ihren R?cken und ihr Gesicht verzog sich vor Schmerz. Sie richtete sich auf, eine Hand st?tzte ihren schei?gebadeten K?rper, die andere verkrampfte sich immer noch um ihren Bauch. Erschrocken warf sie einen Blick auf den K?rper neben ihr im Bett. Dalanor schlief ruhig neben ihr, sie hatten eine wunderbare Nacht zusammen erlebt, leise murmelte er ihre Namen und l?chelte dabei gl?cklich. Fay? s Hand krallte sich in das Bettlaken unter ihr. Ihr fiebriger Blick glitt zu den Taschen des Elfen, in denen sie das kleine, runenverzierte Fl?schchen wusste, das ihr Erleichterung bringen w?rde. Dieser Trank, der gleichzeitig Schmerzen und Empfindungen hemmte, begleitete sie schon einige Zeit, seit diese heftigen Schmerzen begonnen hatten. Der Mann an ihrer Seite hatte keine Ahnung, er h?tte sie daran gehindert, doch Fay hatte keinen Ausweg gesehen. Er machte sich immer Sorgen um sie und das Kind, seit sie ihm gestanden hatte, dass sie schwanger war. Ein heftiges Zittern lie? den schwachen Elfenk?rper erschauern. Fay taumelte hoch, und wankte unsicher auf die Taschen zu. Sie lie? sich vor ihnen auf die Knie fallen. Ihre Finger griffen fahrig in die Beutel. Wo hatte er nur das Fl?schchen versteckt, das sie ihm gestern noch, unter dr?ngen, anvertraut hatte? Endlich, ihre feuchten Finger ber?hrten kaltes Glas, sie zog den Trank hervor und entkorkte ihn hastig. Etwas war noch da, ein letzter Schluck. Gierig setzte sie das Fl?schchen an die Lippen und lie? die k?hle Fl?ssigkeit ihre Kehle hinunter rinnen. Der dumpfe Schmerz wurde zur?ck gedr?ngt. Ein kaltes Gef?hl breitete sich in ihrem K?rper aus. Aber Fay kannte das schon. Der Trank wirkte sofort, sie hatte ihn schon einige Male genommen, als sie von sehr anstrengenden Jagden Schmerzen gehabt hatte. Langsam stand sie auf, ein beunruhigter, nerv?ser Blick glitt zu Dalanor, doch sie fand ihn schlafend. Leicht wankend, noch immer schwach auf den Beinen lief sie zum Bett, lie? sich leicht hineinfallen und kuschelte sich an ihren Mann, der bereitwillig die Arme ?ffnete, sodass sie ihren kalten K?rper an ihn schmiegen konnte. Schuldbewusst hauchte sie einen feinen Kuss auf seine Lippen. Sie entspannte sich allm?hlich, ihr Atem wurde ruhiger, in seinen Armen f?hlte sie sich geborgen und schlie?lich schlief sie ein, selbst vor dunklen Tr?umen bewahrt, die seine Liebe einfach fortwischte.

Es war fr?h am Morgen. Dalanor stand auf, sein Blick glitt liebevoll ?ber den K?rper der Elfe, die er langsam wieder zudeckte. Schmunzelnd suchte er seine Sachen zusammen, die sie gestern achtlos fortgeworfen hatten und wandte sich zur T?r. Mit einem letzten Blick auf die schlafende Fay trat er den Gang hinauf ins Freie, wo er von Nenya schnurrend begr??t wurde. Er streichelte ihr kurz ?ber den Kopf, was die Katze mit heftigem Schnurren quittierte, dann machte er sich auf den Weg. Normalerweise ?bernahm Fay die Jagd, die sie so sehr liebte, aber Dalanor wollte sie nicht wecken. Er nahm seinen Bogen und einige Pfeile aus einem gro?en, selbst gefertigten K?cher, der an der Wand lehnte, dann Pfiff er leise. Ein gro?er, schwarzer Nachts?bler erhob sich leise knurrend. Schattenfell g?hnte m?de und streckte sich, dann trottete er gem?chlich zu seinem Herrn. Die wei?e Nachts?blerin neben ihm hob ihren Kopf, dann lie? sie ihn wieder sinken und st?rte sich anscheinend nicht daran, das ihr Gef?hrten davonging. Dalanor legte einen leichten Sattel auf den R?cken des Schattens?blers und befestigte die Taschen auf dessen R?cken, bevor er sich selbst in den Sattel schwang. Als Schattenfell das Zeichen bekam lief er, zuerst gem?chlich, dann immer schneller werdend, den weichen Waldweg entlang. Nenya sprang einige Zeit neben ihm her, doch ein warnender Blick des Elfen befahl ihr bei ihrer Herrin zu bleiben. Fauchend und in geduckter Haltung trollte sie sich zur?ck zum Haus, wo sie sich gelangweilt auf die Stufen der Treppe niederlie?.

Fay bekam von alldem nichts mit. Ihr Schlaf war wieder unruhig, die Wirkung des Tranks lie? allm?hlich nach. Immer ?fter verzog sich ihr Gesicht und ihr K?rper kr?mmte sich vor dumpfen Schmerzen. Schwei? bildete sich auf ihrer Stirn w?hrend sich ihr K?rper hin und her w?lzte. Pl?tzlich stand Nenya am Bettrand. Beunruhigt knurrend und fauchend biss sie ihrer Herrin sanft in Hand.
Fay schreckte auf. Durch ihre schnelle Bewegung schwindelig st?tzte sie sich mit der einen Hand ab, die andere fuhr kurz ?ber ihre Stirn. Als sie die Augen ?ffnete fiel ihr Blick auf ihre Hand, erschrocken riss sie die Augen auf, ihr Herz setzte kurze Zeit aus, Panik ?berfiel sie. Ihr hand war voller Blut! Fay riss die Decke beiseite und erstarrte. Ein gro?er Blutfleck hatte sich auf dem Laken gebildet. Sich ihrer Lage bewusst werdend sp?rte sie endlich den Schmerz in ihrem Unterleib, ihr K?rper verkrampfte sich, Tr?nen rannen ?ber ihre Wangen, schluchzend und sich hin und herwiegend wusste sie nicht was zutun war. Sie war allein, Panik ?berkam sie und sch?ttelte sie. Sie brauchet Hilfe?
Die blutige Hand st?tzte sich auf Nenya ab und f?rbte ihr wei?es Fell rot. Fay glitt aus ihrem Bett, sie konnte kaum stehen und Nenya knurrte unter dem Gewicht ihrer Herrin. Fay schleppte sich zum Tisch. Sie wusste darauf waren Pergament und Feder?sie brauchte Hilfe?und nur einer konnte ihr Helfen. Mit blutverschmierten Fingern griff sie nach einem St?ck Pergament, die Sicht vor ihren Augen verschwamm abermals, doch Fay schaffte es das Wort ?Edraith? auf den Fetzen zu schreiben. Faun, ihre Ohreule, landete neben ihr auf einer Stuhllehne. Die Eule blickte die Elfe erwartungsvoll an, normalerweise bekam sie ein Lob f?r ihr Zuvorkommen. Fay blickte auf, verschwommen nahm sie das blutbefleckte Pergament und hielt es leicht hoch ?Tald?ron??, fl?sterte sie der Eule zu und diese verstand. Gurrend nahm sie das Pergament in den Schnabel und breitete ihre Fl?gel aus. ??Gorf!?, presste Fay ?ber ihre Lippen ??Eile!? Und schon flog Faun durch den Gang ins Freie, sie kannte ihr Ziel, fr?her war sie oft zu diesem Mann geflogen. Und auch den letzten Befehl hatte sie verstanden, sie flog schnell und ohne Pause, den Weg, den sie schon lange nicht mehr geflogen war?
Nenya stupste ihre Herrin mit der Nase an, schnurrend versuchte sie Fay zum aufstehen zu bringen, doch diese war zu schwach. Ihr Blick war glasig, ihr K?rper zusammengesackt und immer noch blutig, war sie nun der Ohnmacht nahe. Geschw?cht vom hohen Blutverlust sank sie zu Boden, und ihr Blick verschwamm und wurde schwarz?

Der ehemalige Meister Fay? s wischte sich den Schwei? von der Stirn. Der hochgewachsene, langb?rtige Elf mochte Reisen nicht. Er liebte seine Heimat, Darnassus, und diese war nicht mit diesem elenden Menschenland zu vergleichen. Angewidert verzog er den Mund, als sein Greif ihn ?ber die S?mpfe Menethils trug. Das Oberhaupt der Kirche in Stormwind hatte den Seelensammler zu sich beordert, und, wenn auch widerwillig, hatte der alte Priester folge zu leisten.
In Gedanken versunken bemerkte er zuerst die gro?e Ohreule nicht, die aufgeregt und kr?ftig mit den Fl?geln schlagend neben ihm herflatterte. Er wurde ihr erst gewahr, als sie sich laute schreie aussto?end seine Aufmerksamkeit sicherte. Er bemerkte das Pergament im Schnabel der Eule und bedeutete seinem Greifen hinab zu steigen. Der starke Wille des Priesters zwang das Tier zu landen, sodass er das Pergament entfalten konnte. Mit erschrockenem Blick bemerkte er das Blut, das nun getrocknet auf dem Pergament klebte, dann fiel sein Blick auf das, in zitternder Schrift geschriebene Wort. ??Hilfe??
?iell??, fl?sterte er, seine Hand zerkn?llte das Pergament, er rief den Greifen zu sich, und nur der Wille des Priesters konnte den Greifen von seiner Route abbringen. Tald?ron zwang ihn ins Hinterland zu fliegen, er wusste wo er Fay fand, er hatte sie dort schon einmal aufgefunden.
?Eile Greif! Flieg so schnell du kannst.?, zischte der Elf seinem Flugtier ins Ohr und dieses holte mit seinen m?chtigen Schwingen weiter aus und beschleunigte sein Tempo.
Sobald der Greif den Boden ber?hrte sprang Tald?ron hastig ab und eilte zu der kleinen H?tte am Fu?e des Berges. Ein Schneeleopard sprang ihm knurrend entgegen, doch als Nenya ihn erkannte wich sie ihm schnell aus und folgte ihm den Gang hinab in die H?tte.
Der Blick des Priesters fiel auf das Bett, dessen Laken immer noch einen riesigen Blutfleck aufwies, dann glitt sein Blick durch den Raum.
Endlich sah er Fay, die bewusstlos auf dem Boden lag. Er zog rasch seinen Mantel aus und h?llte die Elfe darin ein, dann trug er sie zu einem B?renfell in der n?he des lodernden Kamins. Mit einer Handbewegung warf er das Laken fort, und er fand schnell ein frisches, das er dar?ber legte. Nachdem er das Bettvorbereitet hatte ging er zu Fay, hob sie sanft hoch und trug sie zum Bett, wo er sie ablegte und mehrere Decken ?ber ihren kalten K?rper ausbreitete. Ihr Atem ging flach, und war kaum h?rbar. Der Priester machte sich sogleich ans Werk. Er setze Wasser in einem Kessel vor das Feuer, und zog einige wohl duftende Kr?uter hervor. Tald?ron war ein hervorragender Alchimist. Er legte die Bl?tter sorgf?ltig ?ber den Kessel, sodass der Dampf des langsam kochenden Wassers ihre beruhigende Wirkung entfachte.
Der Priester kniete sich vor dem Bett nieder und nahm die Hand der Elfe. Beruhigend fuhr er ihr ?ber die Stirn und strich die feuchten Str?hnen aus ihrem Gesicht.
?Es wird alles gut Iell?Hab keine Angst.?
Leise murmelnd begann er ein Gebet der Heilung zu sprechen, bis ihn das Brodeln des Wassers aus seinen Gedanken riss. Tald?ron erhob sich, seine Hand suchte in einem Beutel nach ein paar getrockneten Kr?utern, die er in das Wasser legte. Nach einigen Minuten sch?pfte er etwas Wasser ab, das sich nun blutrot verf?rbt hatte, und f?llte es in eine kleine Trinkflasche.
Der Priester trat wieder an das Bett heran und kniete nieder. Er hob Fay? s Kopf leicht an und lie? etwas von dem r?tlichen Sud in ihren Mund flie?en. Er begann ein leises, uraltes Lied zu summen, dessen Kl?nge traurig, aber auf seltsame Weise befreiend klangen. Nenya leckte mit ihrer rauen Zunge ?ber die Hand ihrer Herrin, ihr Fell trug immer noch die blutigen Abdr?cke von Elfenh?nden.

Es war bereits Mittag als Fay endlich wieder zu sich kam. Tald?ron stand l?chelnd auf, als er ein leises seufzen h?rte. Er ging hin?ber zum Bett und beobachtete wie langsam Leben in den K?rper der Elfe zur?ckkehrte. Sie atmete freier, ihre Lider zuckten leicht, als sie versuchte die Augen zu ?ffnen.
?Iell...wie geht es dir??, fragte der Priester mit sanfter Stimme. ?Du hast lange geschlafen.?
??melethron??, fl?sterte die Elfe im Halbschlaf. Sie sag verschwommen eine Gestalt ?ber sich, doch das was nicht Dalanor. Ein alter Mann beugte sich ?ber sie und l?chelte. Fay erkannte ihn nicht sofort, er war ihr bekannt?die Stimme erinnerte sie an jemanden?Erst als das Bild vor ihr klar wurde erkannte sie ihn. ?Meister!?, hauchte sie. ?Ich?was??
?Still iell. Du sollst nicht so viel reden. Du bist noch schwach. Hier, trink das.? Er hielt ihr eine Trinkflasche an die Lippen und sie nahm ein paar Schlucke. Es schmeckte grauenhaft. ?Tald?ron?Was?Was ist passiert? Ich bin wach geworden und da war??berall Blut?Ich?wusste nicht was?Faun sollte dich holen?Nachricht??. Fay? s Augen schlossen sich wieder vor Ersch?pfung. ?Ja iell. Deine Eule brachte diese Nachricht zu mir und ich wusste wo du warst. Ich habe dich hier gefunden, auf dem Boden.?
Fay blickte ihn aus gro?en Augen an, ihr Blick verriet die Frage die nicht ?ber ihre Lippen kommen wollte. Es zu sagen h?tte Bedeutet die Hoffnung zu verlieren, der Priester wusste das, trotzdem Antwortete er der stummen Frage.
?Mae?iell?Du hast es verloren?? Dabei fuhr er mit seiner Hand zu ihrer Wange und wischte die Tr?nen fort, die stumm ?ber ihre Wange rannen. Die Augen der Elfe wurden kalt, ihr Blick leer, w?hrend unz?hlige Gedanken ihren Kopf durchfluteten...sie l?schte sie alle aus, bis Stille herrschte. Einsame Stille in ihrem Kopf und nur die Tr?nen ihre einzige Regung blieben.
Der alte Priester wandte sich ab und setzte sich zur?ck in den Stuhl, den er vor das Feuer gezogen hatte. Er legte weitere duftende Bl?tter ?ber den Kessel. Aber der befreiende Duft erreichte keinen Sinn der Elfe, nichts an ihr regte sich, selbst als sie sp?rte wie der Kopf der Katze neben ihr sich n?her an sie dr?ngte, machte sie keine Bewegung? Sie blickte einfach leer weiter und hoffte das die Stille? die jetzt so geliebte Stille ewig andauern k?nnte?

13.10.05 16:00
 


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