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Der dunkle Schatten des Herzens 1

„Was ist das Gefühl Liebe? Ist es zu wissen was zutun ist – ist es die Gewissheit mit jemandem vereint zu sein oder ist es nur das flüchtige Gefühl des Verbundenseins?“

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Sy öffnete ihre Augen und blinzelte. Die Sonne kroch gerade über die Stadtmauern Stormwinds, hinter denen sie im taufrischen Gras lag. Sie drehte sich auf den Rücken und blinzelte in den hellblau werdenden Himmel. „Heute wird ein schöner Tag…“, flüstert sie leise und ein sanftes Lächeln breitet sich in ihrem entspannten Gesicht aus. Sie wendete leicht ihren Kopf und ihr Ausdruck in den Augen wird augenblicklich noch sanfter. Sy betrachtete den Nachtelfen neben ihr, dessen grün schimmerndes Haar leicht in sein Gesicht fiel. Die Nachtelfe streckte ihre Hand aus und strich ein paar Strähnen aus seinem Gesicht, um dann zärtlich die Wange des Kriegers zu streicheln. Dieser schlief seelenruhig und sein Atem ging gleichmäßig weiter. Sy lächelte und in ihrem Lächeln lag eben diese Unsicherheit und Zaghaftigkeit, die sie im Herzen trug. Die ganze Nacht waren Fragen in ihrem Kopf herumgespukt. Hatte sie sich richtig entschieden? Sy zitterte und als ob er es spüren konnte legte Thalandil seinen Arm um die Nachtelfe und zog sie an seinen warmen Körper. Sy entfuhr ein seufzen. Ein Seufzen das sowohl ihr wohlbehagen, als auch ihr Zögern enthielt. Sie wollte ihm nicht wehtun und seine zärtliche, schüchterne Art wie er sie behandelt hatte in den letzten Tagen machte ihn nur umso sympathischer. Er war keiner dieser Männer die sie nur ausnutzen wollten, jedoch blieb der Zweifel in Sy’s Gedanken. Als sie sich am vorigen Abend näher gekommen waren als sonst, als sie dort gesessen hatten und sie ihm einen ihrer innersten Zweifel gestanden hatte, in genau diesem Moment hatte sie sich so entspannt gefühlt, sicher und geborgen bei ihm, der sie anscheinend so gut verstand. Die Gedanken der Nachtelfe wanderten weiter, denn sie waren sich noch viel näher gekommen als in diesem Moment. Sie hatten sich geküsst. Sy erinnerte sich daran wie sie lange schweigend oder mehr stotternd als wirklich redend voreinander gestanden hatten. Sie hatte lange gezögert und hätte Thalandil sie nicht bei den Hüften gepackt und nahe zu sich gezogen, wäre sie wahrscheinlich einfach gegangen. Aber er hatte sie zu sich gezogen, und das so nahe, das sie seinen Atem hatte spüren können. Sie schauderte bei dem Gedanken. Eine Welle von Gefühlen hatte sie erfasst und sie den Krieger ungläubig, aber doch erwartungsvoll anschauen lassen. Sie hatte es erwartet und eigentlich auch erhofft. Thalandil war etwas Besonderes und seit einiger Zeit hatte sie viel häufiger an ihn denken müssen als an einen guten Freund. Dennoch hatte sie Angst, die gleiche Angst die sie seit dem verschwinden von Therodâr empfunden hatte. Aber nun, da sie offensichtlich mehr für diesen Mann empfand und er für sie, sah sie sich eben dieser gefährlichen und gemiedenen Entscheidung gegenüber. Damals, als sie vor Therodâr stand und er sie küsste, zunächst sanft und später immer sinnlicher, hatte sie sich für ihn entschieden. Sie hatte geglaubt mit diesem Mann endgültig glücklich zu werden, ihn zu lieben. Aber dem war nicht so. Therodâr hatte sie verlassen, war auf einer druidische Expedition gefolgt ohne sich zu wehren oder gar den Gedanken zu hegen bei ihr zu bleiben. Und wieder schwelgte die Angst in Sy’s Herzen enttäuscht zu werden, wieder ihr Herz zu verlieren und in dasselbe Loch zu fallen, in das sie geraten war nachdem sie wieder allein war und aus dem sie sich mühsam und langwierig hatte befreien müssen. Sie hoffte inständig das sie das richtige getan hatte, doch als sie an seinen Kuss dachte, an das warme und überwältigende Gefühl als seine ihre Lippen berührten, seine Arme sich um sie schlossen und an seinen starken Körper pressten, da lächelte die im Gras liegende Nachtelfe. Sie hatte es genossen, und sie versprach sich in Gedanken, dass sie es weiter genießen würde, solange es andauerte. Thalandil war ein guter Freund und vielleicht würde er schon beim nächsten Mal wenn sie sich wieder sahen mehr als das sein.
Sy löste sich sacht aus den Armen des Mannes und erhob sich. Lächelnd nahm sie ihre Taschen vom Boden auf und schaute den immer noch schlafenden Thalandil an. Ihre Züge verrieten die gemischten Gefühle bei seinem Anblick, aber die Augen der Elfe funkelten sanft und zärtlich zu dem Nachtelfen.
„Ich hoffe ich tue das richtige…Und ich hoffe das Ria und die anderen es verstehen werden…“, hauchte sie leise und band sich die Taschen um. Dann zog sie ein kleines Pergament aus ihrer Tasche, schrieb mit schwungvoller Schrift eine kurze Nachricht darauf und legte sie zu Thalandils Sachen. „Ich muss etwas nachdenken…aber ich will dich wieder sehen, hörst du?“ Sie beugte sich noch einmal hinunter und küsste die Wange des Kriegers, dann ging sie mit nachdenklichem Blick die Anhöhe hoch, zu den Toren Stormwinds. Leise, und für Sy typisch eine falsche Melodie pfeifend ging sie die Straßen entlang zur Stadt und zum Marktplatz. Sie wollte nachdenken und das konnte sie nur in Ruhe. Der Morgen graute hinter ihr und die Sonne wärmte der Elfe den Rücken während sie, immer noch den sanften Ausdruck im Gesicht tragend, Richtung Park wanderte.
23.11.06 17:12
 


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