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Der dunkle Schatten des Herzens 2

„Hoffnung ist eine Kriegerin, ihr Schwert ist Enttäuschung und ihr Schild Verzweiflung.“

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Sy hob den Kopf und ihre Augen schimmerten, als sie den vollen Mond anblickte. Sie hob beide Hände und löste die Efeuranke, sodass ihr Haar sanft auf die Schultern fiel. Wieder glitt ihr Blick zum Himmel, den Kopf in den Nacken gelegt und die sanfte Brise spürend, die nun ihren Körper umschmeichelte. Sy war allein, wie sollte auch sonst jemand diesen Platz finden, der so versteckt am Rand von Elwynn lag, hoch in den Bergen die Stormwind schützten. Sy war lange und ziellos umhergewandert, bis sie diesen Platz gefunden hatte – er stellte etwas Vertrautes dar, jedoch wusste Sy nicht woran er sie erinnerte. Es war die Einsamkeit die Sy genoss und sie saß, wie sie es in letzter Zeit so oft tat, zusammen mit ihrem kleinen Drachen Shian auf dieser Bergkuppe und lauschte dem Wind, dem rauschen das Wasserfalles unter ihr und den Geräuschen der Nacht die leise bis zu ihr hoch drangen. In letzter Zeit fiel es ihr schwer die beschäftigten Straßen der Hauptstadt der Menschen zu betreten, sie wünschte sich einen Platz fern von all dem – vielleicht sogar fern von allen Menschen, Gnomen, Zwergen und Elfen. Weg von all dem was sie so sehr schmerzte…
Sy zog die kalte Nachtluft tief ein und schloss dabei ihre Augen. War es nicht seltsam wie beruhigend die Einsamkeit war? Wie sehr sie das vermisst hatte, auch wenn sie die Aufregung manche Zeit willkommen geheißen hatte. Jetzt, da alles gegen sie schien, da alles auseinander zu fallen begann, wollte sie allein sein…allein mit ihren Gedanken. Allein mit ihren verschwommenen Gefühlen. Sy fuhr sich mit den Fingern durch das Haar und ein Windstoß erfasste die seidigen Strähnen und wirbelte sie kurz hoch. Die Nachtelfe seufzte leise und ließ sich sacht in das weiche, grüne Gras sinken. Den Blick in den Sternenhimmel gerichtet streckte sie eine and aus, als ob sie die funkelnden Lichter erreichen könnte.
Wie lange werde ich noch daran Denken bis ich zerbreche?
Eine leise Stimme antwortete ihren Gedanken.
„Du wirst noch lang Leben Sy und wenn du daran zerbrichst, wirst du gebrochen weiterleben.“
Bis ich irgendwann nicht mehr die Kraft habe…und ein Ork meine Kehle zerschneidet, oder ich einen falschen Schritt mache und…
„Ich werde da sein und dich auffangen Sy. Du wirst nicht fallen. Jetzt – gerade in diesem Augenblick mag es dir vorkommen als ob du daran zerbrichst, aber die Zeit wird deine Wunden heilen.“
Shian saß neben ihr, seine dünnen Flügel an den Körper geschmiegt und ebenfalls mit seinen leuchtenden Augen in den Himmel blickend.
Das habe ich vor langer Zeit auch geglaubt…Heute sehe ich die Narben der Wunden von einst. Ich habe aufgehört an den Schmerz zu denken – aber es hat niemals aufgehört weh zutun.
„Du redest von ihm?“
Ich rede von ihm, ich rede von ihr…
„Sy…“
Es scheint als hätte ich mein Herz nicht so oft teilen sollen. Nun besitzt jeder ein Stück, aber ich besitze keines. Was tut man wenn man sein Herz verschenkt hat?
“Man kämpft darum es zurück zu bekommen.“
Aber wie? Ich spüre es nicht einmal mehr Shian…Ich habe kein Gefühl mehr in meiner Brust, da ist nichts mehr, nichts das mehr schlägt, das mehr fühlt, das mehr zu mir spricht – mir den Weg weist. Es ist leer…
Die Nachtelfe legte ihren Kopf zur Seite und sah den grünen Welpling an. Dieser wandte ebenfalls seinen Blick vom Himmel ab und betrachtete ihr Gesicht. Als Sy die Augen öffnete erkannte er die tiefen Schatten die im sonst bernsteinfarbenen Auge der Elfe schimmerten. In letzter Zeit waren die schwarzen Nebel dichter geworden, in den verzweifelsten Stunden, in denen die Elfe still weinte und ihren immer schmaler werdenden Körper hin und her gewiegt hatte, war der goldene Schein fast völlig verschwunden gewesen. Der Drache und Freund der Elfe hörte ihre Gedanken in dieser Zeit nicht, es war als schnitten die Schatten jegliche seelische Verbindung ab. Shian machte sich große Sorgen um seine Freundin, seine Seelengebundene.
„Hast du etwas von Ria gehört?“
Sy blickte wieder in den Nachthimmel und schüttelte schweigend den Kopf. Ihre Stimme zitterte und drohte zu versagen als sie leise in den Wind hauchte:
„Es scheint als ob sich niemand Sorgen machte…“
“Sie machen sich Sorgen – nur hast du viel darum gegeben ihnen auszuweichen.“
Na und? Habe ich nicht immer jede Chance wahrgenommen um ihnen trotzdem beizustehen wenn sie einmal glaubten sie bräuchten keine Hilfe?!
„Du kannst nicht sagen dass du sie nicht sehen willst, obwohl du es doch willst. Woher sollen sie wissen das- “ Der Drache wurde jäh von der zornigen Stimme der Nachtelfe unterbrochen, die in seinen Gedanken widerhallte.
Ich will sie auch nicht sehen! Ich bin allein und das werde ich bleiben!!
Ihr bernsteinfarbenes Auge wurde gleichzeitig mit dem gedachten von schwarzem Nebel durchdrungen. Sy bemerkte den besorgten Blick des Drachen auf ihrem Auge und schob hastig die lederne Augenklappe darüber.
Verschwinde – Lass mich allein.
„Du weißt das ich das nicht tun werde – ich bin der Einzige der dich noch davon abhält alles zu vergessen.“
Sy erwiderte darauf nichts und ihr Blick glitt verloren in den dunklen Himmel, unter ihrer Augenklappe glitzerte der schwarze Schimmer immer noch tief in ihrem Auge. Shian sah schweigend geradeaus. Es war hoffnungslos, er wusste das Sy stark war, aber konnte sie sich aus dieser gefährlichen Umarmung befreien? Der Drache betrachtete einen hell glänzenden Stern. Einer konnte es…Therodâr wäre in der Lage sie aus diesem Schatten zu lösen…aber wo war er? Würde Sy zulassen das er ihr half?
Shian schloss seine Augen, den Kleinen Kopf hin und her wiegend. Es gab keine schnelle Lösung, und bestimmt keine einfache. Er konnte lediglich hoffen- hoffen das Sy stark genug war oder das einer kam, der ihr ein Stück seines Herzens schenken würde. Einer, der es Wert war ihre Gefühle neu erblühen zu lassen.
Die beiden schwiegen lange und schließlich, als Sy eingeschlafen war und der Wind ihr das offene Haar über das Gesicht blies, stand Shian auf und legte sich neben sie. Allerdings schlief der Welpling nicht sofort ein. Eine kurze Zeit betrachtete er Sy, wie sie nun schlief, anscheinend sorglos und friedlich. Doch Shian wusste dass dies nicht lange so bleiben würde. Sy’s Auge verriet ihm das sie diese Nacht wieder böse Träume haben würde, Träume die ihren Körper erzittern und ihre Stimme wimmern lassen würden. Der kleine Drache schmiegte seinen Körper an den der Nachtelfe und legte seinen Kopf auf deren Arm. Leise schnaubend schüttelte er den Kopf. Sie fand niemals Ruhe, weder im Schlaf noch beim wandeln durch den Tag. Shian schloss die Augen und versuchte nicht daran zu denken, er wusste nicht dass er diese Nacht durch einen hellen Schrei geweckt werden sollte. Einen Schrei, der ihn bis ins Mark erschüttern würde. Neben ihm regte sich die Elfe etwas. Ihr Atem ging flach und ein leichter Schweißfilm war auf ihrer Stirn zu erkennen, als ein geflüstertes Wort über ihre Lippen rann. „Iama…“
23.11.06 17:13
 


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