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Die Vergangenheit beginnnt

Die Dunkelheit legte sich ?ber die dunklen W?lder Ashenvales, als die zierliche Elfe endlich die Schatten der B?ume erreichte. Der silberne Nachts?bler auf dem sie ritt sch?ttelte unwillig den Kopf und knurrte leise. Sachte glitt die Elfenhand ?ber das weiche Fell und beruhigte die Katze, damit diese weiterging. ?Al filas Syenna! ?Komm Silberfell!? fl?sterte die zarte Elfenstimme eindringlich in das nach hinten gerichtete Katzenohr. Eine kleinere Katze, genauso silbern mit schwarzen Punkten versehen wie die gro?e Nachts?blerin, schlich aus dem Schatten hervor. ?Nenya?? , die vorher noch so dringliche Stimme wurde pl?tzlich weich und die leuchtenden Augen der Elfe glitten liebevoll ?ber die Katze, die diesen Blick mit einem z?rtlichen Schnurren beantwortete. ?Jir ?n h?aberas nenya?Ser al filas!? Das knurrende Kommando war kaum h?rbar in der Stillen Nacht, aber anscheinend wusste die Schneeleopardin was zutun war, den zwei Sekunden sp?ter verschwand sie wieder in den Schatten.
Die blauhaarige Elfe zog den gr?nen Elfenmantel fester um ihren zitternden K?rper. Die Nacht ist nicht kalt?und trotzdem zittere ich wie die Bl?tter der B?ume? dachte sie. Wie lange hatte ich dieses Gef?hl nicht mehr?Es ist schon so lange her? Ihr Blick ver?nderte sich f?r einige Sekunden. Ein roter Schimmer erf?llte die Augen, der aber genauso schnell wieder verschwand wie er gekommen war. Ob sie mir immer noch folgen? Ich werde wachsam sein m?ssen, aber ich m?chte so fr?h wie m?glich nach Hause zur?ckkehren. Silberfell setzte sich leichtf??ig in Bewegung. Schnell trug sie die Elfe auf ihrem R?cken ?ber den weichen Waldboden. Endlich?Das m?sste er sein! Ich bin endlich da. In einiger Entfernung, die nur die scharfen Augen der Nachtelfen ?berbr?cken konnten, schimmerte der bl?uliche Dunst eines Mondbrunnens auf einer kahlen Lichtung. Die Nachtelfe lie? sich aus dem Sattelgleiten und schickte die Nachts?blerin mit einem Kopfnicken in die Schatten der B?ume. Ein leiser Pfiff ? schon stand Nenya an ihrer Seite. Nun wurde unter ihrem Mantel die feine Klinge ihres Schwertes sichtbar und eine kleine handliche Axt. Den Mantel legte sie eilig ab und griff mit einer ge?bten Bewegung nachdem K?cher, der sich auf ihrem R?cken befand. Ich hoffe es sind genug Pfeile?aber was rede ich da ? ich werde nur einen einzigen brauchen! Sie lachte. Ein l?cheln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, das ihre innere Aufregung deutlich zeigte. Aber schon rannte die Elfe los. Geschickt und schnell bewegte sie sich zwischen den B?umen hin und her, nutze die Schatten als Deckung und aufkommende Ger?usche f?r waghalsige Spr?nge ins Dunkel. Die Katze an ihrer Seite war nicht weniger geschickt und schnell. Beide n?herten sich im Zickzack-Kurs ihrem Ziel, dem Mondbrunnen. Ein Kopfnicken der Elfe, schon stoben die beiden auseinander und n?herten sich von zwei Seiten ihrem Ziel. Die Katze verschwand wieder in die Schatten und pirschte sich leise an. Die Elfe hingegen, schmiegte sich eng an die Baumst?mme und gelangte so immer n?her an den Brunnen, bis sie bald schemenhafte Gestalten erkennen konnte, die schlie?lich immer deutlicher wurden. Da sind sie! Da sind sie! Rief sie in Gedanken und ihre Stimme verriet die brennende Aufregung die aber ?u?erlich nur durch das funkeln und rote schimmern der Elfenaugen zu erkennen war. Die Finger glitten sanft ? fast z?rtlich ?ber den Bogen, den sie nun in ihrer Hand liegen hatte. Es war ein alter Bogen, aus Knochen gefertigt, mit spitzen Enden und einer glatten, d?nnen Sehne bespannt. Eine ge?bte Bewegung zog den Pfeil aus dem K?cher und legte sie mit einer Geste auf die Sehne ? die unter anderen Umst?nden fast liebevoll gewesen w?re. Die Elfe schlich sich weiter an den blauen Mondbrunnen, bis sie leise die Stimmen an ihre sensiblen Ohren dringen h?rte. Ihre Augen verengten sich als sie den Bogen spannte und zu Zielen begann. Das ist er?ein Schuss?er muss genau passen! Keinen Fehler darf ich mir leisten ? nicht das kleinste Z?gern?Warte Fay?warte?noch nicht?gleich?Er wei? nicht einmal das ich hier bin ? er h?tte mich erwarten sollen?das wird sein Ende sein ? dieser letzte Dumme Fehler! Sie lachte stumm auf und der rote Schimmer ihrer Augen wurde pl?tzlich f?r einige Sekunden so deutlich, dass es jeder ohne Anstrengung h?tte wahrnehmen k?nnen. Es ist fast wie fr?her? Sie sog die Luft leise ein, dann spannte sie den Bogen um wenige Millimeter weiter, zum Schuss bereit, ihre zitternde hand zur Ruhe zwingend. In v?lliger Konzentration visierte sie die gro?e, schlanke Gestalt an. Lange Gew?nder umh?llten die Person in Fay?s Visier. Ihre zitternde Hand wurde ruhig, ihr Atem gleichm??ig, ihr K?rper strahlte eine Ruhe aus, die jeden anderen ?berrascht h?tte. Ein kurzer Gedanke glitt zu dem hin?ber, der auf sie wartete ? der nichts von dem wusste was sie hier tat. Doch die Elfe schob diesen Gedanken energisch beiseite. Kein Z?gern? hallte es in ihrem Kopf wieder.
Und dann bemerkten ihre Sinne die Bewegung ihres Gegen?bers. Eine kleine falsche Bewegung. Ein minimales Wenden des K?rpers. Und schon schnellte der Pfeil von der Sehne und surrte durch die Nachtluft. Er traf sein Ziel sicher und mit einem stummen Schrei auf den Lippen kippte die Gestalt vorne ?ber in das seichte Gras. Ein Fauchen und jaulen erf?llte dir Lichtung. Nenya war aus dem Schatten der B?ume gesprungen und hatte sich mit einem m?chtigen Satz auf die zweite Gestalt gest?rzt. Die Elfe reagierte ? blitzschnell schnellte sie auf die Lichtung, das schimmernde Schwert gez?ckt ? bereit sich dem Feind zu stellen. Doch ihre Klinge traf nur noch die zusammensackende Leiche des Trollmagiers. ?Geh zu Silberfell zur?ck Nenya. Ich ? r?ume hier schnell auf.? Die Stimme der Elfin klang etwas abgehackt, ihre Augen leuchteten blutrot, doch sie fing sich schnell wieder. Nenya, deren Maul und Tatzen etwas r?tlich verf?rbt waren, rannte bereits den Weg zur?ck, wo Silberfell wartete. Die Elfe schleifte derweil die zwei Trollleichen in ein Geb?sch und legte sorgsam etwas Gestr?pp ?ber sie, damit sie wenigstens nicht sofort ins Auge sprangen. Vorher l?ste sie jedoch beiden die gr?n schimmernden Anh?nger von den H?lsen und verstaute sie in einem Beutel, den sie an einer Kette um den Hals trug. Sie triumphierte innerlich. Meine erste Mission...und Sie verlief so erfolgreich ? Ich habe nichts verlernt! Ich bin immer noch die Alte! Doch pl?tzlich erschrak sie. Ein Ast knackte auf dem Waldboden, und schon schob sich eine Hand ?ber ihren Mund und eine andere um ihre Taille. Es war zu sp?t um zu reagieren, Fay wartete ab, schwer atmend und zitternd.
?Unbedacht von einer kleinen J?gerin sich ohne Deckung auf einer Lichtung aufzuhalten, oder??
?Syrion! Lass mich los verdammt?!? Sie strampelte wild mit den Beinen, doch der Elf hinter ihr hielt sie fest. Er dreht sie zu sich um und dr?ckte sie schmerzlich gegen einen Baumstamm, w?hrend er ihre H?nde zusammen nach oben hielt, sodass sie sich kaum bewegen konnte.
?Nimm deine schmierigen H?nde von mir du dreckiger Halunke!?
?Oh aber - aber?solche Worte aus einem so h?bschen Mund?? Er n?herte sich den Lippen der Elfin, die verzweifelt strampelte. Als seine Lippen die ihren ber?hrten sackte der Elf pl?tzlich zusammen. Ein schmerzhafter Tritt hatte ihn getroffen. Fay grinste und sah auf ihn hinab.
?Da geh?rst du hin, auf den Boden zu dem anderen Gew?rm!? Sie lachte auf.
?Wag es nicht mich noch einmal anzufassen! Hast du geh?rt??
Der Elf richtete sich mit einem sp?ttischen Blick auf und wischte sich etwas Dreck von den Lippen.
?Wild und unbez?hmbar wie eh und je, Fay. Was treibt dich in diese Gegend??
?Das geht dich einen feuchten Dreck an!?
?Wo hast du nur wieder deine Manieren gelassen Feya??
?Nenn mich nicht so! Du hast kein recht mich so zu nennen!? Der Blick der Elfe wurde traurig, doch schnell setzte sie wieder eine Harte Miene auf.
?Oh so empfindlich auf diesen Namen?.FEYA??
Fay erhob die Hand um ihn zum schweigen zu bringen, doch der Schurke griff nach ihrer Hand und hielt sie fest.
?Ich mochte deine Wildheit schon immer??
?Was tust du hier Syrion??
?Einen Auftrag erf?llen.?
?Oh einen Auftrag? Von wem? ? H?chstens von dem dreckigen Wirt der Gaststube in der du st?ndig zu finden bist?!?
?Ein Auftrag den du mir wohl gerade geklaut hast.? Zischte der Elf und nickte zu den versteckten Leichen.
?Dein Kampfstil ist beeindruckend. Sauber ? und so still wie der eines Schurken. Deine Schwester hat dir fiel beigebracht.?
?Sie waren mir nur im Weg!?
?Du t?test nicht einfach so, Fay. Du wei?t genau was du tust, nichts ist umsonst nicht wahr? Aus allem ziehst du deinen nutzen. Der Krieger an deiner Seite Fay, wof?r ist er? Leibwache? Bettgenosse? Spielgef?hrte? Welchen Zweck erf?llt er dir? Na??
?Halt deinen Mund!? Fay hatte ihr Schwert so blitzschnell gezogen das der Elf kaum reagieren konnte, als auch schon eine weiche Klinge leicht in seine Wange schnitt und etwas Blut die Klinge benetzte.
?Zwing mich nicht dich zu ihnen zu legen. Und lass deine dreckigen H?nde von Dalanor und mir! Hast du verstanden?? Sie Pfiff und steckte die Klinge zur?ck in die verzierte Scheide an ihrem G?rtel.
Kurz darauf standen Silberfell und Nenya an ihrer Seite und Fay schwang sich in den Sattel.
?Komm mir nicht in die quere Syrion. Und lass deine Finger von mir und meiner Familie!?
Damit ritt sie eilig davon, den stechenden, zornerf?llten Blick des Nachtelf in ihrem R?cken sp?rend.
Irgendwann wird er bezahlen?Elune wird ihm seine gerechte Strafe zukommen lassen, ob durch mich, oder einen der dreckigen Orcs und Trolle die er bespitzelt. Er ist nicht mehr Wert als sie! ? Aber wem dient er? Wessen Auftrag habe ich vereitelt? Ich habe nur das getan was man mir Auftrug, es wurde Zeit das die Machenschaften dieser beiden Magier beendet wurde. Zuviel Leid gab es schon in diesem Wald als sie die Kreaturen verzauberten und mit ihren F?higkeiten viele Reisende t?teten. Nun habe ich ihnen Gerechtigkeit gebracht. Fays Hand glitt zu ihrer Wange, an der etwas Blut klebte. Ich werde mich gr?ndlich waschen m?ssen bevor ich nach Hause zur?ckkehren kann?dachte sie und lenkte Silberfell in Richtung Auberdine, wovon sie nach Darnassus fliegen und an das Lager Dalanors zur?ckkehren wollte.

In Auberdine angekommen ritt Fay eine Weile am Strand entlang, bis sie einen ruhigen Platz fand. Die Elfe lie? sich vorsichtig aus dem Sattel gleiten und pr?fte kurz die Umgebung, dann rief sie Nenya, die ihr freudig entgegen Sprang. Ihre Hand fuhr z?rtlich ?ber ihren Kopf. ?Komm, ich werde wohl auch dich waschen m?ssen ? keine Widerrede.?
Nenya knurrte, doch sie folgte ihrer Herrin. Fay schnallte Silberfell den Sattel ab und legte ihn auf den weichen Sand, dann begann sie ihre eigenen Kleider abzulegen. Nur widerwillig legte sie ihre Waffen ab, denn immer noch traute sie ihrer Umgebung nicht. ?Du wirst mich warnen Silberfell, nicht wahr? Gib sch?n Acht?? Damit schl?pfte sie aus ihrer Hose, zog sich das Hemd ?ber den Kopf und legte den Waffeng?rtel neben ihre Kleider. ?Na los ? rein mit dir Nenya!? Langsam betrat Fay das eiskalte Wasser ? sie zitterte leicht ? doch schon sprang sie mit einem Satz ins Wasser und tauchte bis auf den Grund hinab. Es war befreiend und das k?hle Nass bet?ube ihre Sinne. Sie schwamm eine ausgiebige Runde, wusch ihr Haar und ihren K?rper und schlie?lich auch Nenyas blutige Tatzen und ihr Maul. ?Besser ? nicht wahr??, lachte Fay und l?chelte ihre Katze liebevoll an, als diese ihr z?rtlich durch das Gesicht leckte. ?Lass das kleines, komm, sonst erk?lten wir uns noch.?
Nenya und Fay schwammen zum Ufer zur?ck und stiegen langsam aus dem Wasser. Mit einigen Wollstoffen rieb sie sich trocken und zog ihre R?stung wieder an. ?Und nun schnell nach Hause?Ich bin wirklich m?de.? Sie seufzte und schwang sich in den Sattel der gro?en Frosts?blerin. ?Ich denke wir nehmen das Schiff?? Ein Knurren verriet ihr das Silberfell verstanden hatte und Fay entspannte sich auf ihrem R?cken. In Darnasus war sie sicher ? dort konnte sie endlich etwas Ruhe finden ? in seinen Armen?
23.12.05 08:39
 


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