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Das Schicksal

..Doch ich sollte sie nie finden…
Alfiriel hatte mir einen Ort genannt an dem ich St. finden konnte und in Hoffnung meine Seelenfeya endlich wieder zusehen machte ich mich auf den Weg in den Turm der Zeit. Die Gedanken an Kanô und seinen Brief waren weit zurückgedrängt und ich wollte nur noch in die Arme meiner Feya fliehen…Nach so langer Zeit in der ich mich nicht mehr an meinen eigenen Namen erinnert hatte spürte ich das Verlangen immer stärker in meinem Körper pochen. Das Verlangen endlich wieder meine Freunde bei mir zu spüren…denjenigen denen ich vertraute… Noch war nicht alles von meinem Gedächtnis völlig klar, es gab noch Lücken und Bruchstücke die sich vielleicht nie wieder füllen würden. Aber die Erinnerung an St. war klarer denn je, fast konnte ich ihr Haar riechen und ihre weiche Stimme im Wind hören. Ich betrat nervös und ungeduldig die überfüllten Stufen die zum Turm der Zeit hinaufführten. Stoßend und drängelnd Standen viele Magier in den Reihen vor dem Turm. Es war ein beliebtes Ziel für das Training der älteren Magier, die höhere Ränge aufstrebten. Der Turm der Zeit war vor langer Zeit mit einem Fluch belegt worden und nun hausten dort grausame Monster, so genannte Clocks, die den Turm bewachten und die Lebenden nicht eindringen lassen wollten. Außerdem gab es dort andere grausame Geschöpfe wie Mimics und verfluchte Bücher, die alles Angriffen was sie witterten. Seit jeher waren die Magier auf der Suche nach Macht, Wissen und Weisheit in den Turm der Zeit gekommen und sie würden es noch viele weitere Lebensspannen tun. Ich machte mir nichts aus diesen billigen Zauberern. Mein Interesse galt den großen Flügeltoren und dem weiß glitzerndem Portal dahinter, das mich in den begehrten Turm und zu meiner Seelenfeya bringen würde. Ich schubste die niedrigen Magier beiseite und steuerte zielstrebig auf die Wächter der Tore zu, die die Magier aussortierten und nur die starken und fähigen einließen. Murrend und stöhnend teilte sich die Menge langsam und nur das böse Funkeln in meinen Augen und mein wehender Umhang mit dem Abzeichen eines Erzmagiers hielten sie davon ab sich mir in den Weg zu stellen. Ich gelangte zügig an mein Ziel und betrat den Turm, ohne den Wächtern einen Blick zu schenken. Die Übelkeit erfasste mich kurz als ich in den weißen Wirbel stieg und spürte wie ich der Fluch des Turmes mich erdrückte. Ich war es jedoch gewohnt diese Last zu spüren und schenkte ihr keine weitere Aufmerksamkeit. Die vordersten Hallen waren noch erfüllt von ein paar Magiern und Priestern die gemeinsam Absprachen hielten. Ich beachtete auch sie nicht und wandte mich gleich nach rechts, den unteren Stockwerken zu. Ein langer enger Gang, voll von Spinnweben und Staub führte mich in einen großen Raum. Ich bemerkte Fußstapfen auf dem staubigen Boden und folgte ihnen. Aufgeregt wurden meine Schritte schneller und eine Staubwolke wirbelte hinter mir auf. Der Raum den ich schließlich betrat schien noch verlassener zu sein als der Gang zuvor. Der Staub war unberührt und es schien als ob ich die erste seid Jahrhunderten war, die ihn betreten würde. Hatte Alfiriel mir nicht genau gesagt wohin ich meine Schritte wenden musste? Oder hatte ich mich etwa verirrt – war den falschen Weg gelaufen? Aber was hatten dann diese Fußspuren im Gang zu bedeuten…? St. musste hier sein! Ich wandte mich um und suchte mit meinen Augen das schwache Grau des Raumes ab. Und tatsächlich, dort bewegte sich etwas! „…St…?“, hauchte ich kaum hörbar und wartete erregt auf eine Antwort meiner Freundin.
„Nein.“, drang stattdessen eine kalte Männerstimme an mein Ohr. „Du weißt es besser.“ Ein grausames Lachen erschal und wurde von den Wänden zurückgeworfen. „Wie sehr du dich verändert hast Yaiiri…“
Meine Augen glühten, sie sprühten förmlich Funken, denn eine Wut flammte in meinem Körper auf als ich den Mann vor mir erblickte. „Kanô…“, zischte ich und meine Stimme zitterte. „Du Unwürdiger traust dich meinen Namen auszusprechen?“ „Oh, natürliche, Teuerste…Natürlich. Ich denke also…du hast meinen Brief erhalten? Und…man hat dich hierher geschickt…Aber Natürlich…sonst wärest du nicht hier.“
Wie mit sich selbst, höflich und lächelnd sprach der weiß gekleidete Hohe Erzmagier in eine ruhigen Ton zu mir – was meine Wut und Verachtung für ihn noch steigerte. „Hast du dir deinen Weg überlegt Magierin?“ „Magierin? Wie sprichst du mit mir? Ich bin Erzmagierin also sprich nicht in einem solchen Ton mit mir!“ Meine Stimme bebte vor Empörung. Kanô’s kaltes Lächeln verschwand. „Ich sehe, Yaiiri, dunkle Erzmagierin, du hast deinen Weg gewählt…“ Ich schaute ihn verstört an. Dunkle Erzmagierin? Und als ich seinem Blick an meinen Gewändern haften spürte, folgte ich ihm und der Atem stockte mir. Meine Robe und mein Umhang waren tiefschwarz, doch sie fühlten sich nicht fremd an...Warmer, sanfter Stoff umhüllte meinen Körper. "Ich wusste das es so kommen würde...Und das ist der Grund warum ich dich verschmäht habe." Sein Blick glitt abfällig über mich, und mir war als ob ich immer kleiner wurde während die weiße Robe vor mir wuchs. "Deshalb - habe ich dich niemals genommen! Eine schwarze Robe ist nichts wert!Du bist schwach Yaiiri!So schwach...Es tut mir fast Leid dich so am Boden zu sehen...Du hättest mächtig werden können und nun? Schau du kniest schon!" Und tatsächlich...Mein Gesicht hatte ich in meinen Händen verborgen, wie ein verängstigtes Kind hatte ich die Rede des Hohen Ratsmitglieds ertragen. All mein Mut, mein Hass und meine Verachtung waren unter der Demütigung Kanô's verschwunden. Nun kniete ich auf dem Boden, verzweifelt, geschockt und hilflos. "Ja Hilflos Yaiiri. Du bist allein merkst du es?" Er lachte. Diese Frau die vor ihm auf den Knien lag, diese mächtige Frau hätte seine größte Feindin werden können. 'Aber die Vergangenheit ruht nicht...',dachte Kanô und er triumphierte innerlich. "Du bist Geschichte Yaiiri...Steh auf und tritt deinem Ende gegenüber. Stirb in diesen vergessenen Hallen und niemand wird sich je an dich erinnern!" Er lachte...Kanô lachte schallend und begann seine Zauber zu murmeln. Seine Stimme drang nur gedämpft an mein Ohr, denn plötzlich erfüllte eine heiße Wut und ein brennender Hass meinen Körper, meine Gedanken, meine Sinne... Und ein Bild trat in mein Gedächtnis als ich aufstand um Kanô entgegenzutreten. Doch der Erfahrene Magier hatte seinen Zauber fast beendet und es war zu spät, ein blendendes Licht explodierte und ewiges Feuer versengte den Raum und alles darin. Ich sah die weißen Roben in Flammen aufgehen und Kanô's verzerrtes Lächeln als er unterging. "Ich habe dich trotzdem unterschätzt...", hauchte er in den letzten Sekunden, bevor die Flammen seinen Körper verzehrten.
Meine Gedanken waren wirr und der Rauch drückte meinen Körper zu Boden. Ein Bild kam in meinem Sinn...klarer und deutlicher als je zuvor. Und leise flüsternd schloß ich die Augen um dieses letzte Bild zu genießen...

"Remy..."
21.5.06 00:14
 


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