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Leise schlich sich das kleine Mädchen durch den Schatten. Eng an die Wand gepresst schützte die Dunkelheit sie vor den Blicken der Gäste. Ihre Hand glitt vorsichtig in den Schrank, der vor duftendem Brot und Käse,Wein und Met nur so roch.
Schnell verschwand all dies in ihrem großen Leinensack, den sie anschließend mühsam zum Fenster schleppte und hochhievte. Dann rannte sie zurück. Sie schaute kurz um die Ecke, ob auch keiner der Gäste bemerkt hatte, was im Vorratsraum gerade vor sich ging. Dann wandte sie sich wieder ihrer Arbeit zu. Kleidung, Öllampen, Kerzen, Streichhölzer, Messer und andere Sachen wanderten in einen weiteren Sack und verschwanden aus dem Fenster.
"Los Tiara beeil dich!", flüsterte es leise hinter dem Fenster.
"Ich mache ja schon...",wisperte die kleine und klettere geschickt wie eine Katze über ein paar Kisten und zwängte sich hinaus in die Nacht.
Und wirklich sah sie einer Katze nicht unähnlich. Im Licht des Mondes sah man ihr volles, rotes Haar, das glatt auf ihren Schultern lag. So nichts seltsamens, aber etwas störte den menschlichen Anblick an ihr.

Ihre zwei Ohren waren denen einer Katze gleich. Sie saßen seitlich an ihrem Kopf, zuckten nervös in alle richtungen und schienen wirklich ihre eigenen zu sein. Sie war ziemlich klein, doch schlank und ihr Gang war wirklich wie der einer Katze.
Ihre Begleiterin bepackte gerade einen kleinen Wagen, vor dem ein Esel gespannt war. Dieses Mädchen schien ganz normal. Ihre braunen Haare fielen lockig auf ihre Schulter, ihr wacher, aufmerksamer Blick glitt kurz über die dunklen Straßen.
Dann sprang sie auf den Kutschbock und furh eilig los. Das Katzenmädchen stand noch kurz da, überprüfte die lage, dann verschwand es in den Schatten der Gassen.

Elianna Kun hielt den Wagen vor einer alten, verlaubten Hütte am Waldrand. Hier begann sie das Diebesgut abzuladen und zu verstauen, während sich ihr jemand stolpernd näherte.
Eine Frau beugte sich zu ihr hinunter, sah ihr in die Augen und legte ihr einen arm auf die Schulter. Mit der linken griff die Assasine in ihre Tasche und zog ein kleines Pergament heraus. Ihre Hand zitterte als sie es der Kleinen das Papier gab. "Sie..s..ie ü..überf..fie..ielen uns..alle...tot...d..deine eltern..das.. hier...", stotterte sie und griff sich an den Bauch. Eine große Blutlach war unter ihr, immernoch floß das Blut aus ihrer wunde. Ihre Augen wurden leer und sie kippte nach vorne. Schnell wich das braunhaarige Mädchen zurück. Ihre Augen wurden kalt als sie aufstand und den bewegungslosen körper musterte. Dann entfaltete sie das Pergament.
"Elianna... Die Claws haben uns gefunden.. Fliehe mit Tiara, sinne nicht nach Rache!"
Kalte Wut flammten in den Augen des Mädchens Elianna auf.
Ihr blick glitt zum leblosen Körper der Assasine.
"Was hat Elianna?", fragte eine leise Stimme hinter ihr.
Ein kleines Katzenmädchen saß vor ihren Füßen. Sie legte ihren Kopf schief und die großen Augen musterte Elianna genau. Diese streichelte kurz über die roten Haare.
"Es ist gut alles gut Tiara. Pack die Lebensmittel bitte wieder in den Wagen, wir müssen los, es eilt!"
Treu blickte Tiara zu ihr hoch, dann wandte sie sich um und lief schnell in die Hütte um die Vorräte wieder aufzuladen.
Mit einem letzten Blick auf die Leiche der Assasine sprang Tiara auf den fahrenden Wagen auf, in eine Richtung, die ihr völlig unbekannt war....

Tiara saß neben Elianna auf dem Wagen, der schnell über die holprige Straße rumpelte. Die kleine Katzendame war viel kleiner als Elianna, mindestens zwei Köpfe kleiner als die braunhaarige Assasinen-tochter.
"Elianna, wann kommen Mama und Papa zurück?"
"Ich weiß es nicht, kleines... Wer weiß ob sie überhaupt je zurückkehren. Aber mach dir keine Sorgen." Ihre hand strich über die Ohren Tiara´s. "Ich werde gut für dich Sorgen, werde dir ein hübsches zuhause suchen. Aber du musst mir versprechen brav zu sein hörst du? Vergiss nie wer dich damals aufgenommen hat!"
Tiara nickte. Obwohl sie noch so jung war hatte sie einen guten Verstand und ausgezeichnete Instinkte. Kaum einer der auszubbildenden Diebe in der Thief Guild, die Eliannas Eltern führten, konnt sie darin übertreffen.
Vor 8 Jahren hatten Eliannas Eltern das kleine Katzenmädchen vor einem Rudel Wölfe gerettet und bei sich aufgenommen. Zuerst hatte Elianna die Kätzin wie ein Spielzeug behandelt, doch schon bald erwies sie sich als gute Spielgefährtin und später auch Jagdpartnerin. Zusammen wuchsen die beiden auf und wurden Freundinnen.
Doch mit 12 Jahren begann Elianna ihre Ausbildung zur Assasine. Tiara wollte sie weiter begeleiten, doch ihre Aufträge wurde von mal zu mal schwieriger und ihre Eltern verboten ihr jegliche Hilfe. Das Katzenmädchen ging ihres weges im Wald, jagte für sich allein und blieb häufig mehrere Tage weg.
Doch immer spürte sie es wenn Elianna in der nähe war und eilte nach Hause um sie zu sehen. Heute war Elianna 18 jahre alt und ihre jüngere Halbschwester Tiara würde bald ihr 14. Lebensjahr erreichen.
Tiara wurde aus ihren Gedanken gerissen, ihre Ohren zuckten nach hinten.
Plötzlich wurde der Esel unruhig, ein Wurfstern traf seinen hals und er sackte zusammen. Eliana stand mit kühlem Blick auf und drehte sich langsam um. Ein junger Assasine stand hinter ihnen. Sein braunes Haar wehte im Wind, seine Klingen waren gezückt.
"Haruno Ikra. Was willst du von mir?", rief Elianna. Ihre Stimme war bedrohlich und ihr Blick verfinstere sich.
"Dir die Nachricht vom Tode deiner Eltern bringen.. und gleichzeitig dein Leben zu beenden. Du bist die letzte Kun, und mit dir wird deine Familie untergehen!", schie er und rannte los. Blitzschnell zuckten die Klingen, denn auch Elianna hatte die ihren gezogen. Ein schneller Schlagabtausch folgte, dann hatte sich Haruno einen Vorteil erkämpft. Er schlug heftig und hart auf die Klingen der Frau ein, die vergeblich abzuwehren versuchte. Seine Klingen blitzten auf, und durchstachen Fleisch. Elianna schrie auf, ein entsetzlicher Blick lag auf ihrem Gesicht als sie auf dem Boden zusammensank.
Tiara stürmte zu ihr. "Elianna. Elianna!!!"
Die schwarzen Augen funkeltem im kalten Hass ihres Herzens. Er würde büßen, hier und sofort musste er sterben!
Fauchend und knurrend drehte sie sich zu Haruno um. Langsam schlich sie um ihn, jede seiner Bewegungen genau beobachtend.
Haruno erkannte den Zorn und die Kraft in ihrem Körper und war auf der Hut. Doch die Kätzin entfesselte all ihre Kraft. Sie prang an einen Baum, stieß sich kraftvoll ab und sprang auf den überraschten Haruno zu. Dieser konnte sie nur abwehren und fiel zu Boden. Drohend schlich Tiara geduckt auf ihn zu.
Plötzlich rutschte ihr ein kleines Messer in die Hand. Sie sprang vor, ein kleiner Schlagabtausch folgte, bis Haruno´s Klingen weit von ihm entfernt am Boden lagen.
"Sie.. Sie musste sterben! Sieh es ein Tiara, du bist keine von uns! Du gehörst hiernicht her, wenn du mich tötest wird sich meine Familie an dir und deinen Töchtern und Söhnen noch rächen!"
Tiara lächelte grimmig und zeigt ihre spitzen Fangzähne.
Dann spuckte sie dem Assasinen ins Gesicht. Höhnisch sagte sie: "Ich werde deine ganze Familie töten bevor sie auch nur einen Finger an mich legt. Richte ihnen das aus, erbärmlicher Mensch!" Ihre Griff packte den Assasinen und schleuderten ihn herum, dann verschwand sie rennend im Wald.
Mehrere Assasinen traten aus den Schatten hervor und setzten an ihr nachzulaufen.
"Lasst diese widerliche Katze! Schafft die Leiche weg und beseitigt die Spuren, ich muss sofort zu meinem Vater!"
Nur ein paar Kilometer weiter saß Tiara weinend auf einem Baum. Ihr Gesicht war in ihren Armen vergraben und sie schluchzte bitterlich. Sie würde Elianna und ihre Eltern rächen, und wenn es sie ihr Leben kostete. "Ich werde eine Assasine, und ich werde diese Familie auslöschen!", schwor sie sich.
..............................................................................

Die Sonne glitzerte durch die Lücken des Laubes und beschien eine junge Frau, nicht älter als 16 schien sie.
Ein Bein baumelte von dem Ast, ihre Haltung war entspannt, ihre Augen geschloßen. Gleichmäßig ging ihr Atem und... ja.. ihre kleinen Katzenohren zuckten vergnügt. Ein großes Blatt hing etwas verrückt auf ihrem Kopf.
Als sie schritte hörte hob sie schnell eine Hand un zupfte das Blatt zurecht, sodass es ihre Ohren bedeckte.
"Tiara Kun? Es wird zeit das du deine erste Prüfung auf dem Übungsgelände ablegst. Wir werden sehen ob du bereit bist Diebin zu werden!"

~~~ weiter im Tagebuch Tiara´s ~~~

Das rothaarige Mädchen stand mit einer Gruppe anderer Anwärter in einer großen steinernen Halle. Ein Crusader stand vor ihnen, sein Haar und sein Bart waren weiß, seine Haltung gebückt und er keuchte schwer als er ihnen einen langweiligen Vortrag über ihre bevorstehenden Prüfungen hielt.
Tiara wurde schnell langweilig. Sie zupfte an ihrem Blatt, das ihre Ohren verdeckte, dann sah sie sich prüfend um. Die Lehrer hier waren alle alt, schienen fast eingestaubt zu sein. Die Kätzin murrte. Warum hielt man sie so lange auf? Eine Frechtheit! Genervt knurrte sie leise. Plötzlich wurde es still und Tiara bemerkte, wie alle sie anstarrten.
Funkelnd sah sie ihren Lehrer an.
"Tiara Kun? Ich glaube nicht das du so eben mitbekommen hast was ich gesagt habe oder kannst du mir sagen wie du am besten einen Salto über ein Monster machst?", sagte er in einer etwas gereizten Stimme.
"Keh! Ich kann ihnen sogar zeigen wie man ihn macht, wenn sie mich nur aus dieser gräßlichen Halle lassen würden.", knurrte sie zurück und sie war tatsächlich in Versuchung geraten laut zu fauchen. So nahe war Tiara schon lange nicht mehr ihrer Katzenseite gekommen. Immer wenn sie gereizt war oder sich so rundum wohl fühlte verfiel sie auf diese nervige Art. Sie konnte einfach nichts dagegen machen. Daher hatte sie beschlossen ihre Geduld zu trainieren und anderen Leuten nicht zu nahe zu kommen. Sie war ein Einzelgänger geworden. Und eigentlich gefiel es ihr ganz gut, sie war von niemandem anhänigig und niemand nervte sie mit lästigen Fragen. Doch manchmal, wenn der Tag besonders hart gewesen war, weinte sie sicht leicht in den Schlaf, in Gedanken an die alten Zeit, in der ihr Elianna immer zu Seite gestanden hatte, in der sie nie allein war.
"Wenn du dich nicht benehmen kannst hast du in der Schule nichts zu suchen! Reiß dich zusammen Kun!" Sie funkelte böse, doch dann senkte Tiara ihren Blick. Der alte Crusader warf noch einen höhnischen Blick auf sie, dann begann er weiter zu erzählen. Tiara hörte gar nicht zu. Ihre Gedanken wurde nach draußen getragen, wo sie gleich endlich ihren praktischen Unterricht bekommen würde. Endlich hörte sie den Kreuzritter sagen: "So und nun dürft ihr nach draußen. Meldet euch beim Sekretär an, er wird euch eure erste Ausrüstung geben dir in dann im Nebenraum anlegen könnt. Und nun los!.. ah Tiara?", er packte mich am Arm und hielt m,ich zurück. "Du bleibst bitte hier." Die anderen aus der Gruppe lachten und murmelten, bis sie endlich durch dass große Tor verschwanden.
"Tiara", zischte der Crusader. "Jedes mal dasselbe! Den ganzen Monat den du schon bei uns bist, knurrst und murrst du nur herum! Benimm dich endlich, Kätzin!".
"Ich benehme mich. Aber wenn ich meine ganze Zeit mit dieser Theorie verschwenden muss.", gab ich zurück und sah ihn herausfordernd an. Der Lehrer blickte böse und fuhr wütend fort: "Ich habe Taketo Moto gesagt das er dich nicht zulassen soll. Aber diese dumme Schwertkämpfer von einem Sohn..."
"Ja?", fragte eine helle Stimme hinter ihm. Der Lehrer wandte sich peinlich berührt um. Dort stand Takemaru Moto, sohn des Leiters der Ausbildungsschule Taketo Moto.
Take grinste Tiara zu, dann wandte er sich dem Lehrer zu.
Take hatte der roten Kätzin diesen Ausbildungsplatz besorgt, denn unter normalen Umständen hätte man sie nie aufgenommen. Der schwarzhaarige Schwertkämpfer war ihr noch von früher bekannt, manchmal war er mit Elianna heimgekehrt und hatte mit ihren Eltern geheime Unterredungen geführt.
"Das will ich überhört haben Sir Richard. Und bitte behandelt Lady Tiara wie alle anderen auch, sie ist weder etwas besonderes", sein Blick wurde ermahnend. "..noch etwas schlechteres als die anderen Anwärter."
In diesem Moment tart eine neue Gruppe Schüler zu Sir Richard. Tiara ließ ihren Blick über die neuen streifen. Normalerweise blieben sie eine Woche, druchliefen mehrere theoretische Lehrstunden, bis sie dann ein paar Tage praktisch trainiert wurden. Tiara selbst war vor einem Monat hierhergekommen. Take hatte sie im Wald gefunden, als sie sich total verwildert in einer Hasenschlinge verfangen hatte. Ihr Körper war voller Risse und Wunden gewesen, und die Acolytinen in der Schule hatten sich ihrer sofort angenommen. Bald schon war das Katzenmädchen wieder lebensfroh und oft begleitete sie Take auf seinen Jagden. Er war sehr geschickt mit dem Schwert und sehr freundlich zu Tiara. Sie fühlte sich so wohl in seiner Nähe, das sie oft in versuchung war laut zu schnurren.
Tiaras Ohren zuckten leicht unter dem Blatt und sie bemerkte den neugierigen Blick eines Mädchens. Ihre braunen Haare waren mit zwei goldenen Spangen zu kleinen Zöpfchen nach vorrnegebunden. Sie musterte Kitiaras Blatt und das zucken darunter, dann grinste sie breit und sah wieder erwartungsvoll zu Sir Richard, der sich den Schülern zugewandt hatte.

Tiara beobachtete das braunhaarige Mädchen aufmerksam. Die Augen funkelnden aufmerksam und blickten neugirieg den Crusader an. Ich spürte Takes Griff um meinen Arm, als er mich sanft aus meinen Gedanken riß und mich weiterzog.
"Komm schon Tia!", flüsterte er mir zu und ich folgte ihm in sein Zimmer.
Als ich so auf seinem Bett saß wurde mir ungehabglich zumute. Nervös zupfte ich mein Blatt zurecht und sah Take zu, wie der unruhig durch sein Zimmer schritt.
"Tia, wir müssen dich endlich durch dieses Prüfung kriegen.", sagte er, mich kurz anblickend, dann wieder weitergehend.
"Als ob ich deine Hilfe nötig hätte!", knurrte sie leise. "Ich schaffe das ganz allein.", fügte ich dann etwas lauter hinzu.
"Sicher Ti.",erwiderte er und schüttelte leicht seinen Kopf, dann setzte er sich neben sie und zog das Blatt von ihrem Kopf. "Warum trägst du es immer noch? Du schämst dich doch nicht etwa..."
"Natürlich nicht!", fauchte Tiara und blickte ihn schulterzuckend an. "Sie würden mich doch nicht anders akzeptieren.Ich tue nur was mir das Leben vereinfacht."
"Dann müsstest du das hier alles aufgeben, Kun. Den Kampf, die Macht und.. ja vielleicht sogar mich.", sagte er leise und seine Miene wurde finster. Geistesabwesend kraulte er ihre Ohren, woraufhin die Kätzin leise zu schnurren begann. "Ja, Ti, ich werde von hier fortgehen. Ich werde meine Prüfung in der Kirche Pronteras ablegen und ein Crusader werden. Und ich weiß nicht ob ich zurückkehren werde Ti."
Der junge Mann schaute auf das kleine Katzenmädchen hinab und lächelte, als er bemerkte wie sie leicht schnurrte. Doch als Tiara seinen Blick bemerkte zog sie ihren Kopf weg und erötete leicht.
"Ohne mich schaffst du es hier nicht Ti, das weißt du. Selbst wenn ich ab und zu käme würde Sir Richard dich niedermachen. Er ist gegen Halbblüter. Und er wird dich hier nicht dulden! Noch bin ich der einzige der ihn davon abhält." Leicht strich seine Hand über die Wange des Mädchens.
Aber war sie eigentlich noch ein Mädchen? Takemaru empfand sie als junge Frau, Stolz, eigen und frecher wie die meisten Jungen in einem solchen alter. Sie war sie selbst, wenn sie neben ihm schnurrte, fauchte oder knurrte. Er mochte dieses Blatt nicht, schätzte sie als die Halbdämonin, die sie war. Die Katzendame hatte sein Herz im Sturm erobert, er hatte viele Probleme bewältigen müssen, hatte sie in diese Schule gebracht, hatte sie das kämpfen gelehrt, sie vor so manchen Gefahren gerettet. Doch immernoch war sie ihm ein Rätsel, verschloßen und die Zeiten, in denen sie fröhlich war konnte er an einer hand abzählen. Ihr lächeln war daher wie ein Geschenk, denn ihr Herz war bekümmert durch den Tod ihrer Halbschwester.
Sein Blick glitt zu einem großen Reisesack, der neben der Tür stand. "Du wirst deine Prüfung gleich jetzt ablegen Ti! Ich habe alles vorbereitet." Er ergriff ihre Hand und zog sie vom Bett. "H..Heute?J..Jetzt?" , stotterte die kleine Katze plötzlich und sah ihn mit großen Augen an, ihre Ohren zuckten nervös.
"Ja heute...oder willst du etwa nicht mehr? Sobald du die Prüfung abgelegt hast...könntest du mich begleiten, wenn du auf deinen Ausbildung verzichtest! Mache heute deine Prüfung und verlasse mit mir diese Schule. Was hälst du davon?", fragte er und lächelte. Doch Tiara war stumm. Sie stand einfach nur da und starrte ihn an. Dann senkte sie den BLick und schüttelte leicht ihren Kopf.
"Nein...",flüsterte sie. "Nein, ich schwor bei ihrem toten Körper das ich ihn töte. Verstehe mich nicht falsch Take. Ich bin dir dankbar für alles was du für mich getan hast. Aber ich werde die Rache vorziehen, die Rache an Haruno Ikra und seiner Familie.
Es tut mir Leid, Takemaru. Aber du bedeutest mir nichts! Geh und werde ein Crusader, tu was dir beliebt, ICH werde dich nicht aufhalten." Sie löste sich von seiner Hand und starrte ihn mit einem verächtlichen Blick an. "Du kannst mich nicht halten. Ich bringe Probleme wohin ich auch gehe. Ich, als Halbblut, habe weder Rang noch Recht. Ich werde deinen Zielen nur im Wege sein." Sie sah ihn noch ein letztes Mal an. "Und du den meinen." Starr stand er da, konnte die Worte gar nicht begreifen. Dann wandte sie sich um und rannte aus dem Zimmer. In der Eingangshalle war die letzte Gruppe endlich mit der Theorie fertig, sie würde jetzt für ihre letzte Prüfung in der Ausbilsungsschule auf das Gelände gehen und dort kämpfen. Tiara Kun reihte sich vor dem Tisch des Sekretärs ein und ordnete schnell meine Utensilien. Das Blatt ruhte wieder auf ihren Kopf, verdeckte die verräterischen Katzenohren.
Tief durchatmend trat sie auf das Trainingsgelände, das kleine Messer locker in ihrer Rechten. Hinter ihr hörte sie eine fröhliche Stimme: "So nervös?"
Das kleine braunhaarige Mädchen mit den goldenen Spangen lief neben sie und grinste. Den finsteren Blick Tiaras ignorierend fügte sie hinzu:
"Mein Name ist Anay. Und wie heißt du?"
Die roten Augen Tiaras glitten schnell zur Seite, wo sich ein riesiger Grashüpfer näherte.
Mit einem Sprung stand sie vor Anay und ihr Messer trennte dem Geschöpf eine Klaue ab. Die Katze sprang gewandt weg und wich aus, doch sie schaffte es nicht den harten Panzer des Monsters zu durchbrechen. Doch dann, mit einem heftigen Hieb, durchstach sie ihn endlich. Anay stand neben ihr und zog gleichzeitig mit Tiara ihre Waffe aus dem Panzer. Grinsend sah sie die Kätzin an, die diese wiederrum leicht interessiert musterte. "Tiara Kun", knurrte die rothaarige Kätzin.
Tiara nickte Anay knapp zu und setzte ihren Weg fort. Doch Anay fiel es gar nicht ein die Kätzin zu verlassen. Alleine war es lange nicht so spannend wie mit anderen. Und so hüpfte sie dem murrenden Katzenmädchen fröhlich hinterher.
Tiara murrte, sagte aber nichts und so kämpften sie eine zeitlang nebeneinander. Die Hiebe der beiden wurden von Opfer zu Opfer immer besser, und kaum ein Hieb traf sie wirklich. Tiara war wie in einer Trance. Sie hüpfte und sprang um ihre Opfer herum, achtete kaum auf ihre Umgebung. Plötzlich sah sie eine Horde Bugs auf sich zulaufen. Die kleinen Käfer griffen sie in einer großen Gruppe an und Tiara begann erbarmungslos zu kämpfen. Völlig erschöpft sank sie auf ihre Knie, doch immernoch bekämpfte sie die kleinen Käfer. Da kam Anay. Sie sprang zu Tiara und half ihr auf, dann vernichteten sie Seite an Seite die letzten Käfer. Schnell drangen sie gemeinsam bis zu anderen Seite des Geländes vor, wo sie einen Mann antrafen. Sie durften weiter.
Ein letzter Blick der roten Augen glitt über das Gelände und die Trainingsschule. Sie trafen ein braunes Paar Augen. Der Krieger Takemaru saß auf einem Pferd und beobachtete Tiara. Diese jedoch wandte sich ab und trat in die Halle.
Endlich...,dachte Tiara. Endlich werde ich eine Assasine, es wird ein harter Weg, aber wer hat gesagt das ich ihn nicht wollte?
Siegesgewiss lächelnd folgte sie Anay, die hüpfend zu einem Prüfer sprang, der den einzelnen Kämpfern ein Berufsprofil erstellte. Tiara setzte sich mit einem finsteren Blick auf einen Stuhl. Wie froh wäre sie wenn sie nur endlich hier fort wäre....

Tiaras starrte gleichgültig den Prüfer an, worauf dieser leicht nervös wurde. Er fuhr sich des öfteren durch sein Haar, schwitzte stark und versprach sich oft. Tiara musste bei diesen Zeichen grinsen. Der jüngere Mann fragte einige unbedeutende Dinge, die die Kätzin murrend beantwortete. Endlich zog er sich zurück, um ihre Ergebnisse auszuwerten.
"Müssen wir unsere Zeit denn hiermit verschwenden?", fragte sie genervt und drängt den Prüfer sich zu beeilen.
Endlich legte er ein Pergamentstück vor Tiara und lächelte dabei steif. "Tiara Kun? Ich bitte Euch hier zu unterschreiben, dann müsst ihr das Pergament in Morroc in der Zentrale der Thief Gilde abgeben. Herzlichen Glückwunsch.", sagte er kühl, doch Tiara hörte gar nicht zu. Sie Knurrte kurz, schrieb ihren Namen unter die bestätigung, das sie eine Assasine werden könne und zeigte sie dem Prüfer, der sie gegenzeichnete.
"Nun werdet ihr im nächsten Raum nach Morroc gewarpt, ich bitte Euch euch einzutragen und dort zu warten. Viel Glück!"
Tiara stand auf, warf ihr rotes Haar zurück und Schritt stolz auf den Raum zu. Anay sprang ihr sofort entgegen. "Oh Tiara! Ich sags dir das war so spannend! Ich werde eine Rogue, da ich ja so auf Glitzerzeugs stehe, meint der Prüfer." Sie lachte und zog das Katzenmädchen zu sich in die Reihe. "Hier müssen wir auf das Portal nach Morroc warten.. Oh, da ist es ja schon. Komm Tiara!" , rief sie und sprang in den weißen Wirbel des Portals. Tiara folgte ihr, im innersten nervös und aufgeregt. Was würde sie erwarten?
Die Kätzin folgte dem wehenden braunen Haar Anays, die sie durch ein Labyrinth in ein dunkles Gewölbe führte. Wenig später standen sie vor der Zentrale der Thief Gilde. Eine Frau zählte ihnen die Konsequenzen und die Probleme eines Diebeslebens auf und nachdem beide trotzdem zugestimmt hatten verriet sie ihnen die Aufnahmeprüfung.
In der nähe der Pyramiden gäbe es einen Gärtner, der kostbare Pilze anbaue. Davon sollten sie welche stehlen, und zwar 10 insgesamt. Anay freute sich, denn sie hoffte auf interessante Dinge, die sie dort finden würde. Tiara hingegen sah diese Aufgabe als beleidigung. Pilze sammeln! Sie wollte Diebin werden und keine Händlerin! Kurz zeigte sie ihre kleinen Fangzähne, dann, sich wieder auf ihre Umgebung besinnend, folgte sie Anay wieder hinaus vor die Pyramiden.
Die Prüfung war ein kinderspiel, bis auf das Tiara ein wachsames Auge auf ihre Begleiterin haben musste, die ständig irgendwelches Glitzerzeug fand, das sie "unbedingt" einstecken musste. Schnell waren die beiden fertig und kehrten zurück zur Zentrale der Thieves.
Endlich waren sie Diebe. Doch Tiara war alles andere als erfreut. "Ich werd verrückt!", fauchte sie und riss und zerrte an den roten Schleifen, die sie nun zierten. "Das steht dir wirklich Tiara! Es ist sooo niedlich!"
Tiara wand sich, um die Schleifen abzureißen, doch plötzlich stolperte sie und lag auf dem Boden. Anay lachte schallend. Die Katzendämonin knurrte und fauchte wild, dann sprang sie auf und in ihrer Wut vergaß sie, was sie zu verbergen suchte. Das Blatt war von ihrem Kopf gefallen und Tiara entblößte ihr Fangzähne, um noch wilder zu knurren. Anay schaute sie neugierig an, was Tiara noch mehr aufbrachte. Dann bemerkte die Kätzin endlich, wie ihre Ohren besser hörten und neugierig in der Luft zuckten. Sie packte Anay bei der Hand, dann drückte sie sich ihr Blatt wieder auf den Kopf un rannte los. Tiara stoppte keuchend vor einer Gaststätte, in die sie die kleine Abenteurerin hineinzog. Tiara bestellte knurrend ein Zimmer und als sie oben waren schubste sie Anay auf eines der Betten.
"Wenn du irgendjemandem davon erzä...", fing Tiara bedrohlich an, doch sie wurde von Anays aufgeregter Stimme unterbrochen. "Wow! Tiara, du hast ja spitze Ohren! Sag mal was..." Sie stand auf und wollte gerade an den Ohren des Katzenmädchens zupfen, als ein bedrohlicher Blick dieser sie wieder auf das Bett zurückschickte. "..em... was bist du? Ich hab noch nie... selbst Onkel Remy hat mir nie von so etwas erzählt!" Sie grinste breit. "Da kann ich ihm aber was erzählen!"
"Du wirst es niemandem erzählen!", wiederholte Tiara in einem gefährlichen Ton, doch Anay musterte sie nur interessiert. "Sag mal, bist du jetzt eine Katze?"
Tiara seufzte, wie sehr hatte sie diese fragen immer gehasst, schon in ihrer Kindheit, als sie mit Elianna unterwegs war.
"Ich bin eine Halbdämonin, Hanyou, wie sie mich nennen."
"Halbdämon?"
Tiara verdrehte kurz die Augen, dann furh sie fort. "Meine Mutter war eine Katzendämonin, und mein Vater, ein einfacher Sterblicher."
"Und wo sind die beiden jetzt? Warum bist du nicht lieber zuhause, ich stelle mir ein Leben als Katze doch total spannend vor! Du kannst überall raufklettern und..."
"Sie sind tot."
"Oh.", Anay machte anstalten das Mädchen vor ihr zu umarmen, doch Tiaras Miene verfinsterte sich augenblicklich.
"Ich habe sie nie kennen gelernt, meine Zieheltern fanden mich in der Wildnis, ausgesetzt. Und sie zogen mich auf. Ich brauche dein Mitleid also nicht!"
"Deshalb war Sir Richard auch so gemein zu dir! So ein Halunke, aber wenn er wüsste wie nett du eigentlich bist."
Tiara setzte einen komischen Blick auf und zog ihre Brauen hoch.
"Es wird Zeit zu schlafen, Anay. Wir werden Morgen früh aufbrechen, ich will so schnell wie möglich unsere Ausrüstung besorgen und dann gehen wir jagen."
Sie drehte sich um und tat, als ob sie sofort eingeschlafen wäre. Als Tiara Anays gleichmäßigen Atem hörte rollte sich die Kätzin zusammen. Eigentlich war es gar nicht so schlecht, jemanden bei sich zu haben. ..



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